Zwangsversteigerungen: Weniger Immobilien unter dem Hammer

Zwangsversteigerungen
Weniger Immobilien unter dem Hammer

In den USA haben Zwangsversteigerungen von Immobilien zur weltweiten Finanzkrise beigetragen, sie womöglich ausgelöst. Auch in Deutschland kommen Immobilien unter den Hammer; im vergangenen Jahr allerdings weniger als im Jahr davor. Im neuen Jahr könnte sich das Blatt wenden, meinen Marktbeobachter.

HB RATINGEN. Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine bei den Amtsgerichten reduzierte sich um 3,7 Prozent auf knapp 88 400, teilte die Argetra GmbH am Freitag in Ratingen mit. Das Unternehmen gibt einen monatlichen Versteigerungskalender heraus. Dennoch bewege sich die Zahl immer noch auf einem hohen Niveau. Immobilien werden zwangsversteigert, wenn die Eigentümer Zinsen und Tilgung der Kredite nicht mehr bedienen können.

Die von den Gerichten festgesetzten Verkehrswerte gingen nach Angaben von Argetra-Chef Winfried Aufterbeck noch stärker um 6,9 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro zurück. Knapp zwei Drittel der Zwangsversteigerungen entfallen auf Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser und ähnliche Objekte. Der Rest sind gewerbliche Immobilien, unbebaute Grundstücke, Garagen und ähnliches.

Im Vergleich der Bundesländer sind die Zwangsversteigerungen im Osten stärker zurückgegangen als im Westen. Das ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass dort viele wackelige Finanzierungen schon in den Jahren zuvor zusammengebrochen waren. Gemessen an der Bevölkerung gibt es in Ostdeutschland nach wie vor deutlich mehr Zwangsversteigerungen als im Westen.

Aufterbeck rechnet nicht damit, dass die Zahl der Zwangsversteigerungen weiter zurückgeht. "Die wirtschaftliche Situation wird für viele nicht einfacher", sagte er. Das werde sich spürbar jedoch erst im kommenden Jahr auswirken.

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