Negative Schlüsse lassen sich auch nicht aus einer Verkaufsorder bei der Deutschen Bank
ziehen, auch wenn der zuletzt deutlich gefallene Aktienkurs dies zulassen würde. "Dafür war die Order zu klein", sagt Fifam-Experte Rouette. Dennoch fällt das Urteil der Analysten längst nicht mehr so positiv aus wie noch vor einiger Zeit. "Nach dem desaströsen ersten Quartal gibt es jetzt aber Hinweise auf eine leichte Erholung der Erträge im zweiten Quartal", sagt Michael Dunst von der Commerzbank
, der zuletzt seine Kaufempfehlung für die Aktie revidiert hatte.
Die weitaus interessanteren Volumina gab es hingegen bei den Werten der zweiten Reihe. Dabei ragt Ralph Dommermuth, Gründer und Vorstandschef bei United Internet
heraus. Für fast zehn Mill. Euro orderte er Aktien seines Unternehmens. Damit hält er nun 35,8 Prozent an United Internet
. Dass er damit eine Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, bestätigten nahezu alle Analysten, die den Wert beobachten. Schließlich raten 19 von insgesamt 22 Wertpapierexperten weiter zum Kauf. Einer der wenigen, die sich zuletzt kritisch zu United Internet
geäußert haben, ist Simon Weeden von Goldman Sachs. Er hat sein Kursziel für die Aktie, die zuletzt 13,50 Euro kostete, von 16 Euro auf 14,40 Euro zurückgeschraubt.
Eine Verkaufsorder von ebenfalls außergewöhnlicher Größe gab es beim Windkraftanlagen-Bauer Nordex
. Die Beteiligungsgesellschaft Nordvest, die der Nordex
-Gründerfamilie Pedersen nahe steht, hat Aktien im Wert von über sieben Mill. Euro verkauft, womit die Familie nur noch 3,63 Prozent am Unternehmen hält. Nachdem diese Meldung den Nordex
-Kurs bereits unter Druck gesetzt hatte, verstärkte sich dieser noch, als Gerüchte aufkamen, dass Goldman Sachs sich von einem Teil seiner 16,7-Prozent-Beteiligung trennen will.
