0 Bewertungen
10.09.2007 
Käufe übersteigen Verkäufe deutlich

Insider-Barometer auf Vier-Jahres-Hoch

Die Auswirkungen der Krise auf dem US-Hypothekenmarkt belastet die Stimmung an den Aktienmärkten, bremst aber nicht die Zuversicht vieler Top-Manager. Denn die kaufen immer noch kräftig Aktien ihres Unternehmens. Das Insider-Barometer legt weiter zu und ist um zehn auf insgesamt 165 Punkte gestiegen. Das ist vor dem Hintergrund der Finanzkrise aber nur auf den ersten Blick erstaunlich.

Illustration: Handelsblatt

Illustration: Handelsblatt

HB DÜSSELDORF. „Die Handelsaktivität der Insider ist weiterhin hoch, insbesondere was die Transaktionsanzahl angeht“, sagt Rüdiger von Nitzsch vom Forschungsinstitut für Asset Management der RWTH Aachen. Dabei übersteigen die Käufe der Insider immer noch deutlich die Verkäufe.

Das Insider-Barometer bildet die Transaktionen von Vorständen, Aufsichtsräten sowie deren Angehörigen in 160 Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und des SDax ab. Das Forschungsinstitut für Asset Management berechnet in Zusammenarbeit mit der Commerzbank exklusiv für das Handelsblatt den Index, der nun auf das höchste Niveau der vergangenen vier Jahre gestiegen ist. „Die Insider haben also ein zunehmend stabiles Zutrauen in einen weiteren positiven Verlauf des Aktienmarktes“, sagt Rüdiger von Nitzsch. Gerrit Weber, Leiter des Wertpapiermanagements der Commerzbank sagt: „Die sehr positive Stimmung der Insider deckt sich mit unserer Markteinschätzung.“


» Link: Lesen Sie hier, warum die Börsianer traditionell den September fürchten.

Das ist vor dem Hintergrund der Krise aber nur auf den ersten Blick erstaunlich. „Die Auswirkungen der aktuellen Vertrauenskrise auf den breiten Aktienmarkt sollte begrenzt bleiben“, sagt Weber. Er gesellt sich zu der langen Liste positiv gestimmter Aktienprofis. Nach einem Bericht des Handelsblatts sehen viele Experten im Kurssturz der vergangenen Wochen eine übermäßig harte und vor allem undifferenzierte Reaktion. Doch nach den „Verlusten auf breiter Front“ gelten Firmen abseits der Subprime-Krise als lukrative Werte. Börsenprofis sehen Kurspotenzial

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Welcher Directors-Deal der größte der vergangenen zwei Wochen war.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Gefährliches Spiel der amerikanischen Bankenretter  Artikel in Merkliste

09.07.2009 von Rolf Benders

Kein Vorbild für Europa: Die USA sparen ihre Bad Bank voreilig zusammen und gehen so ein hohes Risiko ein. Kommentar

Breakingviews

Ford braucht mehr Eigenkapital  Artikel in Merkliste

06.07.2009 von Antony Currie (breakingviews.com)

Der Autobauer Ford ist um einen staatsfinanzierten Konkurs herumgekommen und gewinnt wieder Marktanteile. Aber seine Schuldenlast ist nach wie vor erdrückend, anders als bei General Motors, wo nach schnellen Konkursverkäufen inzwischen deutlich weniger Schulden zu Buche stehen. Eine Kapitalerhöhung würde zwar das Ergebnis pro Aktie verwässern, könnte Ford aber helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Kommentar

HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
RHODIA  buy k.A.
INBEV  neutral +0.07%
FIELMANN AG  buy +16.53%
HOCHTIEF AG  buy +30.81%
TUI AG  sell +6.89%
FIELMANN AG  neutral +7.90%
LEGAL & GENERAL...  buy +88.21%
COMPAGNIE DE ST-GOBAI...  neutral +13.74%
ALSTOM  buy +23.76%
E.ON AG  neutral +7.48%
Anzeige