Wichtig für Anleger, die sich bei ihren eigenen Aktiengeschäften an den Deals der Manager orientieren, ist deshalb zum einen die Botschaft, dass diejenigen, die direkten Einblick in die Unternehmensgeschicke haben, weiterhin sehr positiv gestimmt sind. Zum anderen finden sich unter der Vielzahl der Aktienorders interessante Namen mit hohen Volumina. Wobei die mit Abstand höchste Order, ein Kauf von Heidelberg Cement-Aktien
über 600 Mill. Euro durch die dem Aufsichtsrat Adolf Merckle nahe stehende VEM Vermögensverwaltung einen Sonderstatus genießt. Verkäufer war schließlich die Spohn Cement GmbH, die ebenfalls Merckle nahe steht, so dass es sich dabei lediglich um eine Umschichtung handelte.
Weitaus interessanter ist hingegen die konzertierte Aktion, die erneut beim Dax-Konzern Siemens
zu beobachten war. Am 17. März, also just am Tag der überraschenden Gewinnwarnung, kauften Vorstandschef Peter Löscher, Finanzvorstand Joe Kaeser und Hermann Requardt, Leiter der Corporate Technology, Aktien für über 3,6 Mill. Euro. Eine ähnliche Situation gab es bereits Ende Januar, als gleich sieben Siemens
Top-Manager Papiere für rund 5,5 Mill. Euro orderten. Nach den aktuellen Käufen des Managements sollten sich nach Ansicht von Commerzbank
Private Banking lediglich langfristig orientierte Anleger richten. "Da in den Folgequartalen weitere, wenn auch deutlich niedrigere Belastungen aus Projekten, Kosten aus der angekündigten Restrukturierung sowie die erwartete SEC-Strafe
anfallen, dürfte die Gewinnerwartung von aktuell 5,85 Euro je Aktie deutlich zurück gehen", heißt es von dort.
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Den auffälligsten Verkauf der letzten beiden Wochen gab es beim TecDax-Wert Aixtron.
Aktien für über vier Mill. Euro hat der ehemalige Vorstand und heutige Aufsichtsrat Holger Jürgensen über die ihm nahe stehende Camma GmbH zu Geld gemacht. Der Grund dafür ist einfach: Die Aixtron
-Aktie
notiert derzeit auf einem Niveau wie zuletzt im Jahr 2002.
