0 Bewertungen
04.06.2008 
Investment-Idee

Der MDax überholt den Dax

von Jörg Hackhausen und Christian Panster

Aktien aus der zweiten Reihe haben die Standardwerte abgehängt. Während der Deutsche Aktienindex (Dax) seit Beginn des Jahres rund zehn Prozent verloren hat, konnte der MDax der mittelgroßen Werte seine Verluste seit dem Kursrutsch im Januar fast wieder aufholen. Auch künftig dürfte der MDax seinem großen Bruder die Gunst der Anleger streitig machen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

FRANKFURT. "Mittelfristig wird sich der MDax oberhalb der 10 000- Punkte-Marke etablieren", sagt Ralf Walter, Fondsmanager bei Cominvest. Der Vorteil gegenüber dem Dax liegt auf der Hand: Im Leitindex stecken die großen Banken, die immer noch unter den Subprime-Folgen ächzen. Im MDax dominieren andere Branchen: Industrie- und Chemiewerte machen fast die Hälfte des Gewichts aus. Darunter einige starke Zugpferde. "Seine hervorragende Entwicklung in den vergangenen Monaten hat der Index einigen wenigen Unternehmen zu verdanken", sagt Gunnar Hamann, Aktienstrategie von Dresdner Kleinwort.

Der größte Überflieger von allen sitzt in der nordhessischen Provinz. Es ist der Düngemittelhersteller K+S aus Kassel. Dank des Booms bei Düngemitteln ist die Aktie des Unternehmens allein in den vergangenen drei Monaten um mehr als 70 Prozent auf 318 Euro geklettert - und hat den MDax mitgezogen. Mit dem Dünger von K+S arbeiten Bauern auf der ganzen Welt. Auch der Rasen in der Münchener Allianz-Arena wird damit veredelt. Mittlerweile ist K+S an der Börse rund zehn Mrd. Euro schwer - das macht einen Anteil von über zehn Prozent am Index aus. Allerdings dürfte der MDax nur noch bis September vom K+S-Faktor zehren können. Dann wird die Dünger-Aktie voraussichtlich in den Dax aufsteigen.

Dank des Stahlbooms in den vergangenen Jahren hat auch der Kurs der Salzgitter AG enorm zugelegt. Noch vor fünf Jahren stagnierte der Kurs bei sechs Euro je Aktie. Jetzt kostet ein Anteilsschein rund 124 Euro. Im MDax hat der Stahlkocher ein Gewicht von rund sechs Prozent.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Notwendige Korrektur  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Matthias Eberle

Die Aktienkurse rasen in die Tiefe. Ein Blick auf die US-Wirtschaft zeigt warum. Amerika steht vor einer tiefen Rezession, die weitere Korrekturen an den Börsen nach sich ziehen muss. Kommentar

Markt-Monitor

Die erwünschte Panik ist da  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Frank Wiebe

Der Ausverkauf ist da. Für die Wende an den Aktienmärkten braucht es allerdings mehr: Auf der IWF-Tagung haben die Spitzen des Finanzsystems die Chance, die Abwärtsspirale zu durchbrechen. Kommentar

weiterAnzeige - Aktuelle Umfrage

Umfrage zum Thema "Bankpräferenzen" 

Welche Bankgeschäfte wickeln Sie privat online ab und wie zufrieden sind Sie mit dem Online-Angebot? Was erwarten Sie von Ihrer Bank? Unter allen Teilnehmern der Umfrage wird ein iPod nano (8GB) von Apple im Wert von 149 Euro verlost. Machen Sie jetzt mit! Hier geht es zur Umfrage WEB-Link


Handelsblatt Börsenradio 10.10.2008 (Abendausgabe) 

10.10.2008Börsenradio

Steinbrück: Umfassende Bankenhilfen nötig - Dax mit 22 Prozent Wochenminus - Ölpreise brechen auf neues Jahrestief ein Anhören


Anzeige