US-Notenbank
Die Party ist vorbei

Die US-Notenbank macht weitere Abstriche an ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Die monatlichen Käufe von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werden um zehn Milliarden Dollar reduziert.
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San FranciscoDie Party ist bald vorbei, der Gastgeber räumt schon mal die Bar ab und schließt langsam das Buffet. Die US-Notenbank Fed fährt im Februar ihre Anleihekäufe um weitere zehn Milliarden Dollar auf 65 Milliarden Dollar monatlich zurück. Die Gäste reagieren verschnupft: An den an billiges Geld gewöhnten Aktienmärkten in den USA fielen die Kurse im Anschluss an die Entscheidung.

Der Gastgeber ist Ben Bernanke, der scheidende Chef der US-Notenbank. Ende Januar wird Janet Yellen, seine derzeitige Stellvertreterin, ihm nachfolgen. Die Botschaft vom Mittwoch ist simpel: Wir haben es gesagt, und es kommt! Selbst eine kurze Eintrübung bei den US-Arbeitsmarktdaten im Dezember wird nicht zum Anlass genommen, einen Monat innezuhalten, wie manche Beobachter erwartet hatten. Selbst die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten der Entwicklungsländer lassen die Fed kalt.

Sie orientiert sich an den internen Wirtschaftsdaten. „Die Entscheidung heute untermauert die Entschlossenheit, die Bondkäufe im Laufe des Jahres zu beenden“, erklärte Daniel Aplert von Westwood Capital in New York gegenüber Reuters. „Diese Politik hat ihr Verfallsdatum erreicht.“

Zum ersten Mal seit Mitte 2011 entschied das Komitee zudem wieder einstimmig. Die Finanzmärkte sollen sich längerfristig endgültig auf steigende Zinsen und ein Ende des Zeitalters des billigen Geldes einstellen. Nur eben nicht jetzt gleich. Eine Änderung in den Richtlinien für die kurzfristige Zinspolitik gab es nicht, solange die Arbeitslosigkeit nicht unter 6,5 Prozent fällt, bleiben die aktuellen Niedrigstzins-Ziele unvermindert intakt. Danach wird man weitersehen. Aber die Signale sind klar: Bei einer offiziellen Arbeitslosigkeit von 6,7 Prozent sollte nicht auf ewig auf das Niveau nahe Null gewettet werden. Mit den Geldspritzen könnte es sogar schon im November vorbei sein: „Wir erwarten von jeder Fed-Sitzung zehn Milliarden Dollar weniger bis im Oktober alles abgebaut ist“, prognostiziert Tony Crescenzi vom weltgrößten Anleihen-Investor Pimco.

Kommentare zu " US-Notenbank: Die Party ist vorbei"

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  • An Schaarschmidt !Man merkt,das Du vom Aktienhandel wenig bis gar keine Ahnung hast.Natürlich sind 2008 alle! Aktien
    abgeschmiert.Ich hoffe ich muß Dir nicht erklären warum.
    Das aber sind nun mal die Risiken im Aktienhandel !Da geht es nicht nur bergauf.Das hatte aber nichts mit einer
    schlechten Qualität der genannten Aktien zu tun.

  • "Die Party ist vorbei"

    Aber nicht für die private FED!

    Vor 100 Jahren, am 23. Dezember 1913, verkaufte U.S.-Präsident Woodrow Wilson mit der Unterzeichnung des (verfassungswidrigen) Federal Reserve Act (Executive Order Number 10289) das amerikanische Volk und die gesamte Weltbevölkerung an die globale, private Hochfinanz. - Das Fed ist keine staatliche (wie der Name suggeriert), sondern eine private Institution. Bis heute sind die Eigentümer des Fed geheim. Es ist das bestgehütete Geheimnis aller Zeiten.

    Präsident Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 ein präsidiales Dokument die"executive order number 11110" (Sein Todesurteil). Dieser präsidiale Beschluss ermächtigte den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Herstellung von Geld wieder in die Gewalt des Staates zurückzubringen!

    Weg vom Kreditgeld der privaten FED die damit die ganze Welt verschuldet/versklavt!

    5 Monate nach der Unterzeichnung wurde Kennedy ermordet!

    Die (noch am selben Mordtag!) erste Amtshandlung seines Nachfolgers, des vorherigen Vize-Präsidenten und Hochgrad-Freimaurers (32. Grad) Lyndon Baines Johnson, eines skrupellosen, hoch kriminellen Hochfinanz-Handlangers, war es, Kennedys präsidialen Beschluss wieder aufzuheben, die bereits ausgegebenen Scheine wieder einziehen und mit den schon gedruckten einstampfen zu lassen.

    Ist das der Grund, warum sich kein Politiker traut die wahre Ursache unserer Probleme jemals anzugehen: nämlich das verzinste Kreditgeldsystem der Privatbanken?

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Kreditgeldsystem bzw. Geldmonopol der int. Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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