Klassizismus: Königin Luise als Trendsetterin

Königin Luise war charmant und aufsässig. Damit verwirrte und begeisterte sie ihre Zeitgenossen. Maler Joseph Grassi streicht hier eher die Stilikone  heraus.

Eine kulturhistorische Ausstellung in Berlin vermarktet Königin Luise etwas leichtfertig als „Working Mom“ und „It-Girl“. Die stilprägende und geschmackssichere Preußenkönigin schillert dort zwischen Heiliger und Heldin. Sie spielt noch heute eine Rolle auf dem Kunstmarkt.

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Antiquitäten: Vorliebe für Verwandlungsmöbel

Dieser Sekretär ist ein Verwandlungsmöbel. Er sieht außen aus wie eine Ruine und ist.

Regelmäßig versetzt der prächtige Stadtpalast auf New Yorks Upper East Side Besucher in Staunen. Das ehemalige Heim einer Vanderbilt-Erbin bietet heute den passenden Rahmen für Carlton Hobbs, der mit edelsten britischen und kontinentalen Möbeln handelt. Ein Geschäftsschild fehlt, diskret ist nur nach Vereinbarung geöffnet.

Robert Morris: Die Welt in sich hineinlassen

Robert Morris "Hearing" beschäftigt sich im Stil eines Kreuz-Verhörs mit den gewandelten Rollen von Kunst und ihren Auswirkungen auf den Kunstbetrieb.

Der Name Robert Morris hat in der jüngeren Kunstgeschichte einen guten Klang. Mit seinen kühnen Ideen brachte der Künstler den Kunstbegriff in den 60er-Jahren ins Wanken. Im Markt ist der Vielseitige etwas für Spezialisten.

Caravaggio: Wo sich sinnliches mit Religiösem verbindet

Michelangelos Merisi da Caravaggio, "Bacchus": Ein schöner Knabe preist den Wein und die Sinnenfreude.  Quelle: Pressebild

Sinnliches dringt ein in die Sphären des Religiösen: Caravaggio wirkt wie ein Magnet in Museen und Auktionen. Doch meist dominieren Repliken und Kopien. In Rom werden jetzt 23 authentische Werke gezeigt.

Henri Matisse: Von der Krankenpflegerin zum Lieblingsmodell

Die attraktive Pflegerin interessierte den Künstler zunächst nicht. Doch dann wurde Lydia seine wichtigste Muse der Spätzeit. "Nu au fauteuil, fond rouge" (Ausschnitt) stammt aus dem Jahr 1936 und gehört der Tate Gallery.

Lydia Delectorskaya stand dem alternden Maler Henri Matisse sehr nahe. Die Kunsthistoriker verdanken dem langjährigen Modell einiges. Der Muse, die als Krankenpflegerin anfing, widmet das nordfranzösische Matisse-Museum in Le Cateau-Cambrésis eine Ausstellung. Sie bietet vor allem faszinierende Zeichnungen.

Courtauld Gallery: Atemberaubendes vom verliebten Michelangelo

Londons derzeit spannendste Ausstellung hat in einer Galerie im dritten Stock der Courtauld Gallery Platz. Kunstfreunde sind trotzdem gut beraten, auch von weit her anzureisen. Hier kann man sich dem Giganten der Sixtinischen Kapelle, Michelangelo, in seinen intimsten Zeichnungen ganz persönlich nähern.

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