100-jähriges Jubiläum
Unaxis hat keine Zeit zum Feiern

Man stelle sich vor, ein Unternehmen wird 100 Jahre alt, und keiner soll es merken. So geschieht es bei Unaxis. Während anderswo weniger runde Geburtstage schon begeistert gefeiert werden, ist dem Schweizer Technologiekonzern, der in diesem Jahr die Hundert voll macht, offenbar nicht nach einem Fest zumute. Auch das lässt Rückschlüsse zu.

ZÜRICH. Der junge Konzernchef Thomas Limberger hat anderes um die Ohren. Die Investmentbank Morgan Stanley erhielt den Auftrag, die Strategie von Unaxis zu durchleuchten. Damit hat sie gut zu tun: Bislang ist der Traditionskonzern, der unter dem Namen Oerlikon-Bührle einst mehr als 30 000 Mitarbeiter beschäftigte, ein Konglomerat sehr unterschiedlicher Firmen. Und nicht alle laufen rund.

Zum Verkauf steht die Halbleitersparte Esec. Der Pumpenhersteller Leybold in Deutschland kämpft mit technischen Unzulänglichkeiten. Balzers hat einen Namen als Beschichter von Werkzeugen und Präzisionsteilen. Contraves Space produziert Raumfahrttechnik. Der Bereich Optics liefert unter anderem Komponenten für Flachbildschirme, und mit den Maschinen von Data Storage Solutions lassen sich beispielsweise CDs herstellen.

Unaxis beschäftigt 6600 Menschen, dürfte fürs vergangene Jahr einen Umsatzrückgang von 1,85 auf 1,6 Milliarden Schweizer Franken ausweisen und erwartet beim Ergebnis eine schwarze Null. In diesem Jahr will Limberger einen dreistelligen Millionengewinn schaffen. Ob ihm das gelingt, hängt entscheidend vom Zusammenspiel zwischen ihm und den österreichischen Mehrheitsaktionären der Victory-Industriebeteiligung ab, hinter der die Investoren Mirko Kovats, Georg Stumpf und Ronny Pecik stehen. Sie sind 2005 eingestiegen und haben Limberger, den ehemaligen Chef von General Electric in Europa, an die Unaxis-Spitze geholt.

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