2007
Haselsteiners Börsenpläne für Strabag reifen

Die österreichische Baufirma Strabag bereitet sich auf ihren Börsengang vor. Voraussichtlich im Jahr 2007 will das Unternehmen in Wien oder Frankfurt an die Börse gehen. Die bereits börsennotierte Kölner Strabag soll nicht von der Börse genommen werden.

HB WIEN. Die österreichische Baufirma Strabag bereitet sich auf ihren Börsengang vor. Voraussichtlich im Jahr 2007 will das Unternehmen, das in diesem Jahr seinen Umsatz nach Angaben von Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner auf zehn Mrd. Euro steigern will, in Wien an die Börse gehen. Möglich sei auch eine Platzierung in Frankfurt, sagte der Strabag-Chef. Der mit Abstand wichtigste Markt des Konzerns ist Deutschland. Nach dem Börsengang sollen die jetzigen Teilhaber, die Familie Haselsteiner und die österreichische Raiffeisenbank, zusammen nur noch rund 40 Prozent der Anteile halten. Strabag hat im vergangenen Jahr große Teile der insolventen Walter-Bau-Gruppe übernommen und besitzt seither mit der Strabag in Köln, den Dywidag-Gruppen sowie einer Mehrheitsbeteiligung an der Edmund Züblin AG in Stuttgart eines der großen Bauimperien in Deutschland. Nach den gestern vorgelegten Ergebnissen für das Jahr 2005 kommt der Konzern auf einen Nachsteuergewinn von 95 Mill. Euro, 30 Mill. Euro mehr als im Jahr 2004. Haselsteiner, der den Konzern vor drei Jahren von der Börse genommen hatte, plant die Rückkehr aufs Parkett, weil er Geld braucht. Die Eigenkapitalquote ist nach den Zukäufen auf 18 Prozent gesunken und liegt damit unter den Werten der Konkurrenz. Die bereits börsennotierte Kölner Strabag soll nicht von der Börse genommen werden. Haselsteiner will die Fremdaktionäre, die 34 Prozent an der Firma halten, mit eigenen Aktien abfinden oder die Unternehmen verschmelzen. Nicht vorangekommen ist er mit seinem Plan, die Firma Züblin ganz zu übernehmen. Im Gegenteil: Das Landgericht Stuttgart gab jetzt dem zweiten Züblin-Großaktionär Eberhard Lenz recht und erklärte Aufsichtsratsbeschlüsse vom Dezember für nichtig, bei denen es um die Integration von Züblin in den Strabag-Konzern ging. oli

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