21 Prozent der Belegschaft sollen gehen
Kodak-Aktie zeigt ein düsteres Bild

Trotz angekündigter radikaler Sparmaßnahmen beim weltgrößten Fotokonzern Eastman Kodak bleiben Analysten skeptisch, denn Kodak leidet unter einem Rückgang im traditionellen Filmgeschäft.

HOUSTON. Aus Negativen schöne Bilder zu entwickeln - damit hat der weltgrößte Fotokonzern Eastman Kodak jahrzehntelange Erfahrung. Nur bei der eigenen Unternehmensbilanz will der Trick einfach nicht klappen: Die Nachrichten bleiben negativ, wie die am Donnerstag vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal belegen: Um 83 % ging der Nettogewinn zum Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück. Der Umsatz stieg nur wegen günstiger Wechselkurseffekte um 10 %. Nun sollen bis 2006 rund 15 000 Mitarbeiter oder 21 % der Belegschaft gehen. Die Börsianer quittierten diesen Plan mit Beifall. Über 12 % stieg die Aktie nach Bekanntgabe am Donnerstag.

Bereits am Freitag ist allerdings wieder Ernüchterung eingekehrt. Drei Gründe nennt Caroline Sabbagha von Lehman Brothers dafür. Zum einen stehen die angestrebten Gewinne weiterhin auf wackeligen Füßen, zum zweiten zeigt der neue Restrukturierungsplan essenziell ein ähnliches Bild wie die vorherigen Pläne, die fundamental nichts verbessern konnten. Und drittens dürfte der Rückgang im traditionellen Filmgeschäft anhalten. Sie rät deshalb weiter zum Untergewichten der Aktie bei einem Kursziel von 22 Dollar. Am Freitag notierte die Aktie noch bei 30,66 Dollar.

Schon seit geraumer Zeit sieht für Eastman Kodak das Geschäft düster aus, vor allem weil die digitalen Kameras sich bei den Kunden immer stärker durchsetzen und den Herstellern die lukrativen Erlöse aus Papierbildern beschneiden. Kritiker bemängeln, dass Kodak auf die digitale Herausforderung nicht flexibel genug reagiert. Der Einstieg in das neue Geschäftsfeld sei zudem nicht so lukrativ wie erhofft, sagt etwa Chris Whitmore von Deutsche Bank Securities: „Die Digitalkameras zählten in dieser Weihnachtssaison zu den gefragtesten Geschenken, und Kodak hat hier offenbar auch starke Umsätze verzeichnet. Aber durch den erbitterten Preiskampf mit der Konkurrenz befürchten wir, dass der Ertrag unter dem Strich darunter leidet.“

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