51 Prozent der Anteile bleiben beim Staat
Österreichische Post geht Ende Mai an die Börse

Die Österreichische Post AG hat am Montag Details zu ihrem angestrebten Börsengang festgelegt. Demzufolge wird das Unternehmen bis zu 31,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 17 bis 19 Euro anbieten. Die Zeichnungsfrist läuft vom 16. Mai bis zum 30. Mai.

HB WIEN. Für Privatanleger laufe die Angebotsfrist vom 16. Mai bis zum 29. Mai. Die Handelsaufnahme sei am oder um den 31. Mai geplant. Zusätzlich sei eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) im Volumen von 2,8 Millionen Aktien eingeräumt worden. Begleitet wird der Börsengang von Goldman Sachs, Erste Bank, Raiffeisen Centrobank sowie Deutscher Bank.

Wie die Post weiter mitteilte, rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr mit einer Dividendenausschüttung von insgesamt 70 Mill. Euro. In den kommenden Jahren sei eine Ausschüttungsquote von mindestens 70 Prozent des Nettoergebnisses nach Minderheiten geplant. Insgesamt sei das Grundkapital der Gesellschaft in 70 Millionen Aktien eingeteilt.

Anfang April hatte sich bei der österreichischen Post n einer Urabstimmung die Mehrheit der Beschäftigten für den Börsengang ausgesprochen. Bis dahin hatten Gewerkschaft und Mitarbeitervertretung mit Streiks gedroht. In wochenlangen Verhandlungen hatten sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter dann jedoch auf ein großzügiges Beteiligungsmodell geeinigt.

Mit dem Verzicht auf Protestmaßnahmen begannt die heiße Phase des Börsengangs. 49 Prozent der österreichischen Post sollen an die Börse. Den Rest behält die Staatsholding ÖIAG. Die österreichische Post ist nach der holländischen und der deutschen Post erst das dritte ehemalige Staatsunternehmen der Branche in Europa, das den Schritt an die Börse wagt. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Österreicher klein: Mit einem Umsatz von 1,7 Mrd. Euro reichen sie an den "gelben Riesen" in Deutschland, der im vergangenen Jahr 44,6 Mrd. Euro umgesetzt hat, nicht heran. Anders sieht es aus mit Blick auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge): Hier führen die Holländer mit 14,7 Prozent gefolgt von den Österreichern mit 13,2 Prozent. Die Deutschen erreichen einen Wert von 12,7 Prozent.

Wie bei der Konkurrenz trägt das noch immer gegen Wettbewerber geschützte Briefgeschäft den Löwenanteil zu Umsatz und Gewinn der Österreicher bei. "Das Briefgeschäft ist die Cash Cow", sagt Postchef Anton Wais dem Handelsblatt. Obwohl in diesem Jahr in Österreich das Monopol bis zu einer Grenze von 50 Gramm für Briefe gefallen ist, rechnet Wais mit keinen Einbußen. Anders als in Deutschland fällt das Briefmonopol der Post in Österreich frühestens im Jahr 2009.

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