Abbildung junger Wachstumsunternehmen
Deutsche Börse prüft Entwicklung von Start-up-Index

Ein eigener Index, der die Entwicklung junger, deutscher Wachstumsunternehmen abbildet – an der deutschen Börse kommt wieder Bewegung in das Projekt. Einem neuen Neuem Markt war zuvor eine Absage erteilt worden.
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FrankfurtIn die Debatte über einen Börsenzugang für junge Wachstumsunternehmen kommt wieder Bewegung. Die Deutsche Börse teilte am Mittwoch mit, sie prüfe die Entwicklung eines Start-Up-Index. „Die Berechnung eines Index, der die Entwicklung deutscher börsennotierter Wachstumsunternehmen repräsentativ dokumentiert, wäre wünschenswert“, erklärte das Unternehmen. Dadurch würden diese Firmen bei Investoren sichtbarer. Noch seien die Voraussetzungen dafür aber nicht gegeben.

Das „Manager Magazin“ hatte vorab aus seiner neuesten Ausgabe berichtet, Deutschlands größter Börsenbetreiber wolle einen solchen Index im dritten Quartal, spätestens Anfang 2016 im Angebot haben. Der neue Index unterscheide sich in einem wichtigen Punkt vom Neuen Markt, der 2003 geschlossen wurde: Es solle kein eigenes Segment mit besonderen Zulassungs- und Transparenzvoraussetzungen sein – sondern lediglich ein Index, in dem die Wertentwicklung von Start-ups vor ihrem Börsengang abgebildet werde. Nach dem Börsengang könnten die Wachstumsfirmen dann in einen der etablierten Indizes kommen, berichtete das Magazin weiter.

Die Deutsche Börse sucht zusammen mit der Bundesregierung und Start-Ups schon lange nach Möglichkeiten, um jungen Technologiefirmen den Zugang zum Kapitalmarkt zu erleichtern. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte anfangs ein eigenes Börsensegment („Markt 2.0“) gefordert, was die Deutsche Börse jedoch ablehnte. Stattdessen gibt es seit kurzem eine Online-Plattform, die junge Firmen mit Kapitalbedarf und risikofreudige Investoren zusammenbringt.

Nun laufen wieder neue Gespräche. Eine Sprecherin von Gabriel wollte den Bericht des „Manager Magazin“ zum Index zwar nicht konkret kommentieren. Sie betonte allerdings, es gebe Roundtable-Gespräche im Ministerium mit Vertretern der Deutschen Börse über solche Themen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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