„Aber es gibt auch Risiken“
Deutsche Bank sieht den Dax nächstes Jahr bei 9 000 Punkten

Die Deutsche Bank bleibt trotz der Talfahrt der Aktienmärkte optimistisch für den Dax.

HB FRANKFURT. „In den nächsten Wochen und Monaten wird es noch unruhig bleiben, aber gegen Ende des Jahres dürfte der Markt wieder steigen“, sagte Klaus Martini, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, am Dienstag zu Journalisten in Frankfurt. „Das Umfeld ist zu positiv, als dass man zum Rückzug blasen sollte.“ Den Prognosen der Deutschen Bank zufolge wird sich der Dax zum Jahresende von momentan rund 7 880 auf 8 500 Zähler hochgearbeitet haben. In einem Jahr solle der Dax dann bei 9 000 Punkten notieren.

Dank eines robusten Weltwirtschaftswachstums - das zunehmend von der Entwicklung Indiens und Chinas und nicht mehr nur von den USA bestimmt werde - und weiterer Produktivitätssteigerungen würden die Unternehmen in Zukunft mehr verdienen, sagte Martini. „Die Gewinnentwicklung der Unternehmen ist intakt.“ Daneben hätten Hedgefonds, private Beteiligungsgesellschaften und die Unternehmen selbst viel Geld angesammelt, das sie durch Übernahmen und Aktienrückkäufe wieder in den Markt investieren und damit die Aktienkurse stützen dürften.

„Aber es gibt auch Risiken, daher wird es nicht glatt nach oben gehen, sondern zum Teil auch heftige Rückschläge geben“, warnte der Anlagestratege. Es sei auch sinnvoll, nach einem Anstieg des Dax um rund 20 Prozent seit Jahresbeginn „auch mal ein, zwei Prozent der Gewinne mitzunehmen oder zumindest abzusichern“.

Einem weiteren Anstieg des Dax im Wege stehen könnten seiner Ansicht nach zu starke Zinserhöhungen oder ein Anstieg des Ölpreises in Richtung 100 Dollar. Nach einem Übersteuern der Zentralbanken sehe es im Moment aber nicht aus, sagte Martini. Und auch der Ölpreis werde wieder etwas sinken: Seiner Prognose zufolge wird Öl in zwölf Monaten 65 bis 70 Dollar kosten und damit wieder etwas billiger werden.

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