Aber regionale Unterschiede
Schwellenbörsen hängen Dax & Co. ab

Anlagestrategen erwarten an den Emerging Markets auch in den kommenden Jahren Überrenditen.

DÜSSELDORF. Dax & Co. eilen von einem Jahreshoch zum nächsten. Doch verglichen mit den Kurssprüngen an den Emerging Markets, den Börsen der sich noch entwickelnden Volkswirtschaften, sehen die „großen“ Finanzmärkte einmal mehr blass aus. Denn auch 2003 hat sich ein Trend fortgesetzt, der schon seit einigen Jahren anhält: Die mit hohen Renditen lockendenSchwellenbörsen schneiden besser ab – gemessen an den MSCI-Indizes. Und daran wird sich wohl so schnell nichts ändern. Besonders die Region Asien (außer Japan) hat Experten zufolge gute Chancen, von der Erholung der Weltwirtschaft zu profitieren.

„Das Umfeld der letzten Monaten war für die Emerging Markets sehr gut“, lobt Nick Moakes, Fondsmanager von Merrill Lynch Investment Managers (MLIM), mit Blick auf die Kursgewinne an den internationalen Aktienmärkten. Zudem seien die Emerging Markets eine sehr zyklische Anlageklasse, die mit einer Erholung der Weltwirtschaft besser abschneidet. Allerdings wird sich seiner Meinung nach der Anstieg der Aktienkurse in den letzten sechs Monaten in naher Zukunft wohl nicht „mit dem gleichen Ausmaß wiederholen“. Zu erwarten seien aber auch keine starken Kursrückgänge oder Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern. Mittelfristig bleibt Moakes optimistisch, denn „diese Anlageklasse ist nicht teuer“.

Eine gute Portion Optimismus zeigt auch Luca Polenghi von Invesco. Nach einer gründlichen Untersuchung verschiedener Faktoren, die die Emerging Markets beeinflussen, lautet das Invesco-Fazit: „So lange die Fed die Zinsen auf ihrem niedrigen Niveau belässt, der Dollar unter Druck bleibt und die Emerging-Markets-Unternehmen höhere Erträge ausweisen als die der entwickelten Märkte“, werden die Schwellenländer erneut die Nase vorn haben. Dies gelte um so mehr, als sie „enorm unterbewertet“ zu sein scheinen. Eine gewisse Skepsis kann hingegen Chris Wyke von Schroders Investment Management nicht verhehlen. „Viele Länder – darunter die Türkei und Kolumbien – bergen nun eine hohes Risiko mit der Chance auf geringe Gewinne für die Anleger“, warnt er. Besonders die Bewertungen an den US-Dollar basierten Bondmärkten schienen inzwischen zum Teil „unrealistisch und unhaltbar“.

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