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Bankenmarkt in Mittel- und Osteuropa wird sich bis 2009 verdoppeln

Die Bilanzsumme der osteuropäischen Bankenmärkte wird sich nach Einschätzung von Analysten bis zum Jahr 2009 mehr als verdoppeln.

dpa-afx/apa WIEN. Die Bilanzsumme der osteuropäischen Bankenmärkte wird sich nach Einschätzung von Analysten bis zum Jahr 2009 mehr als verdoppeln. Der Bankenmarkt wachse dreimal so schnell wie die Gesamtwirtschaft, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und der Raiffeisen Centrobank (RCB). 2005 sei die aggregierte Bilanzsumme der Banken in Mittel- und Osteuropa bereits um 31,5 Prozent auf 846 Mrd. Euro gestiegen. Bis 2009 werde die Bilanzsumme auf über 1 700 Mrd. Euro klettern. Für das Jahr 2014 werde ein Volumen von mehr als 3 700 Mrd. Euro erwartet. Dies entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 18 Prozent.

Die italienische Unicredit ist nach Berechnungen der Raiffeisen-Analysten mit einer Bilanzsumme von 72,4 Mrd. Euro die größte westliche Bankengruppe in Osteuropa. Den stärksten Wachstumsschub auf Länderebene wiesen der Studie zufolge die Ukraine und Weißrussland auf. Die Bankenmärkte in der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) dürften sich wesentlich schneller entwickeln als die Märkte in den neuen EU-Ländern.

Größter Wachstumstreiber ist der Studie zufolge das Geschäft mit Privatkunden. Fast alle in der Region tätigen internationalen Banken konzentrierten sich mittlerweile auf dieses Kundensegment. Einen regelrechten Boom habe es im vergangenen Jahr bei Privatkrediten gegeben. In der Ukraine sei das an Privathaushalte vergebene Kreditvolumen beispielsweise um 175 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

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