Actionkamera-Anbieter
Starkes Börsendebüt für Actionkamera-Anbieter GoPro

Vor gut einem Jahrzehnt wollte sich ein Kalifornier selber beim Surfen filmen. Am Ende startete er die Produktion von Videokameras für Sportler. Jetzt geht GoPro an die Börse und ist Milliarden wert.
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San MateoDie für ihre Hero-Actionkameras bekannte US-Firma GoPro ist mit einem kräftigen Kursplus an der Börse gestartet. Die Aktie legte in den ersten Handelsstunden am Donnerstag um rund 30 Prozent auf gut 31 Dollar zu. GoPro hatte bei dem Börsengang 427 Millionen Dollar (313 Millionen Euro) eingenommen, die zur Hälfte an das Unternehmen und an einige Alteigentümer gehen. GoPro will mit dem Geld unter anderem Schulden zurückzahlen.

Ausgehend aus den insgesamt gut 125,74 Millionen Aktien, die GoPro in seinem Börsenprospekt aufführt, ergibt sich ein Unternehmenswert von rund 3,9 Milliarden Dollar. Die Kalifornier waren die angebotenen Anteilsscheine mit einem Ausgabepreis von 24 Dollar bereits am oberen Ende der anvisierten Preisspanne losgeworden.

Die Hero-Kameras erfreuen sich besonders unter Sportlern großer Beliebtheit. Die kleinen, robusten Geräte lassen sich beispielsweise an Helmen befestigen und nehmen Videos oder Fotos in voller Fahrt auf. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Umsatz des Unternehmens nahezu auf rund eine Milliarde Dollar und der Gewinn auf 61 Millionen Dollar. GoPro verkaufte 3,8 Millionen HD-Kameras.

Gründer und Chef Nicholas Woodman ist der starke Mann bei GoPro mit 49 Prozent der Stimmrechte. Unter den weiteren Anteilseignern ist neben Finanzinvestoren auch der chinesische Auftragsfertiger Foxconn, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist. Für die Leitung des operativen Geschäfts holte sich GoPro kurz vor dem Börsengang den ehemaligen Skype-Chef Tony Bates, der zuletzt bei Microsoft arbeitete.

Woodman hatte GoPro vor gut zehn Jahren gestartet, nachdem er sich selber beim Surfen filmen wollte und von den verfügbaren Kameras enttäuscht war. Er und seine Frau finanzierten die Firma der Legende nach zunächst unter anderem mit dem Verkauf von Muschel-Halsbändern und Gürteln. Die erste Version der Kameras lief noch mit analogem Film.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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