Aktien
adidas drehen sehr fest an Dax-Spitze - Reebok-Kauf, Zahlen

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Aktien von adidas-Salomon sind am Mittwoch nach anfangs deutlichen Kursverlusten kräftig ins Plus gedreht. Der Kauf von Reebok stehe im Fokus und stelle den am Markt klar positiv bewerteten Quartalsbericht in den Hintergrund.

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Aktien von adidas-Salomon sind am Mittwoch nach anfangs deutlichen Kursverlusten kräftig ins Plus gedreht. Der Kauf von Reebok stehe im Fokus und stelle den am Markt klar positiv bewerteten Quartalsbericht in den Hintergrund. Die Papiere von Europas größtem Sportartikelhersteller standen bei sehr hohen Umsätzen gegen 12.20 Uhr mit plus 5,41 Prozent auf 155,50 Euro an die Dax-Spitze. Zur Eröffnung waren sie noch bis auf ein Tief bei 141,50 Euro gefallen, erholten sich aber im Verlauf stetig. Den Leitindex Dax gab 0,29 Prozent auf 4 918,34 Punkte ab.

Die Übernahme des US-amerikanischen Konkurrenten Reebok durch adidas sieht Analyst Oliver Caspari vom Bankhaus Lampe grundsätzlich positiv. "Es macht Sinn, die Expansion auf dem weltgrößten Sportartikelmarkt voranzutreiben", sagte Caspari zu dpa-AFX. Der Kaufpreis erscheine aber mit rund 3,1 Mrd. Euro "ein bisschen hoch". Der Sportartikelhersteller verspricht sich von der Übernahme des Konkurrenten selbst deutliche Kosteneinsparungen von jährlich rund 125 Mill. Euro. Laut Deutsche Bank waren die Zahlen "viel besser" als erwartet. Die Analysten bestätigten den Titel auf "Buy" mit dem Ziel 155 Euro.

Händlern zufolge sind die "besser als erwartet" ausgefallenen Zahlen bei adidas mit dem Kauf von Reebok etwas in den Hintergrund gerückt. Zunächst seien die 59 Dollar je Aktie als "nicht gerade billig" eingeschätzt worden, sagte ein Marktteilnehmer. Dies sei immerhin eine Prämie von rund 34 Prozent. Mit den Aussagen von adidas zu der Übernahme seien Anleger mehr und mehr von ihrer kurzfristig negativen zu einer langfristig positiven Einschätzung übergegangen.

adidas habe einen sehr guten Ausblick gegeben und rechne mittelfristig mit attraktiven Margen sowie deutlichen Kosteneinsparungen nicht zuletzt durch den Zukauf, hieß es. Insgesamt hätten adidas-Aktien damit eine höhere Bewertung verdient. Zudem seien einige Investoren Händlern zufolge wegen des zunächst als "teuer" eingeschätzten Kaufs von Reebok Verkaufspositionen eingegangen - diese würden nun eingedeckt. Die Aktien seien auf den höchsten Stand seit Juli 1998 geklettert und hätten damit ein technisch positives Signal gegeben.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz bestätigte ihr Votum für adidas-Salomon-Aktien am Morgen mit "Outperformer". Mit dem Geschäft verringere der Sportartikelhersteller den Abstand zu Weltmarktführer Nike und verbessere seine Position in den USA, China und Indien, sagte Analyst Christian Schindler. "Negative Punkte sehen wir beim hohen Preis", so der Experte. Die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Strategien stellten ebenso ein Risiko dar wie generell die Integration nach einer großen Übernahme. Das Kursziel der LRP zum Jahresende liegt bei 165 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%