Adler-Börsengang
Erlöse sollen in neue Filialen fließen

Das Modehaus Adler will mit Hilfe der erhofften Einnahmen aus dem geplanten Börsengang sein Wachstum vorantreiben. Neben dem Ausbau des Filialnetzes seien auch Übernahmen von Wettbewerbern möglich.
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Haibach

Die Modekette Adler strebt an die Börse. Seit Montag können die Aktien des Textil-Einzelhändlers mit Sitz in Haibach bei Aschaffenburg gezeichnet werden. Die bis zu rund 11,63 Millionen Anteile der Modemärkte sollen für 10 Euro bis 12,50 Euro pro Stück verkauft werden. Nach dem Ende der Zeichnungsfrist sollen die Papiere voraussichtlich am 16. Juni erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Durch den Börsengang hofft Adler auf einen Erlös von bis zu 145 Millionen Euro. Mit bis zu 112 Millionen Euro soll der Großteil davon dem derzeitigen Eigentümer BluO zufließen, der 2009 die Adler-Mehrheit vom Handelskonzern Metro erworben hatte. Das übrige Geld will Adler für sein weiteres Wachstum nutzen. "Das klare Ziel heißt Expansion", sagte ein Firmensprecher am Montag. Derzeit hat Adler knapp 140 Filialen in Deutschland, Österreich und Luxemburg und beschäftigt rund 4100 Mitarbeiter.

In den kommenden Jahren sollen pro Jahr mehr als 20 Filialen hinzukommen. Auch Übernahmen von Wettbewerbern sind nach Worten von Adler-Vorstandschef Lothar Schäfer möglich. Adler hatte in den vergangenen Jahren versucht, jüngere Frauen als Kundinnen zu gewinnen. Inzwischen konzentriert sich das Unternehmen nach Angaben des Sprechers aber wieder vor allem auf Frauen ab 45 Jahren.

Im vergangenen Jahr hat Adler seinen Umsatz auch durch die Eröffnung von 22 neuen Filialen um knapp zehn Prozent auf 445 Millionen gesteigert. Auch in Zukunft rechnet das Unternehmen durch den Fokus auf die "kaufkräftig und stetig größer werdende Gruppe der über 45-Jährigen" mit wachsenden Erlösen.

Sollte die französische Bank Credit Agricole als Konsortialbank alle Anteile platzieren, wird der Streubesitz an dem Unternehmen künftig bei rund 63 Prozent liegen. Die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 14. Juni.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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