Aktie der Deutschen Post nun unter Druck
Wirbel um den Postbank-Börsengang

Die Deutsche Bank schätzt den Wert der vor ihrem Börsendebüt stehenden Postbank offenbar niedriger ein als bislang angenommen.

HB FRANKFURT. In einem Reuters seit Donnerstag vorliegenden Memo des Postbank-Konsortialführers Deutsche Bank wurde der Wert des Unternehmens mit 4,4 bis 5,3 Mrd. Euro taxiert. Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte den Firmenwert mit sechs Mrd. Euro angesetzt.

Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge hat die Deutsche Bank in einem Anfang dieser Woche an institutionelle Investoren verteilten Informationsblatt den Marktwert der Postbank dementsprechend niedriger angesetzt. Bei der Deutschen Post habe diese Bewertung für helle Aufregung gesorgt.

„Das ist ein Papier, das gar nicht existieren dürfte. Wenn das stimmt, ist das der Nagel, an den die Deutsche Bank gehängt wird“, hieß es dem Bericht zufolge in Post-Kreisen mit Blick auf die weitere Rolle von Deutschlands größter Bank bei der Erstemission der Postbank. Die Deutsche Bank ist gemeinsam mit Morgan Stanley Konsortialführer beim größten Börsengang in Deutschland seit Herbst 2000.

Die Analysten von Merck Finck & Co stellen aufgrund der niedrigeren Bewertung seitens der Deutschen Bank mittlerweile die Frage, ob das Postbank-IPO bereits "gefährdet" ist. Seine Weitergabe an Investoren könnte dem Bericht zufolge ein Verstoß gegen die so genannte Blackout-Period sein, in der die Konsortialbanken keine Aussagen über die Bewertung machen dürften. Die Deutsche Post überlege nun nach Meinung der Analysten, die Deutsche Bank aus dem Konsortium auszuschließen. Informationen dieser Art sowie die Absage des ATU-Börsengangs seien "schlechte Nachrichten" für das Prozedere des Postbank-IPO. Merck Finck rechnet mittlerweile mit dem Schlimmsten, nämlich dass der Postbank-Börsengang verschoben oder gar abgesagt wird.

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