Aktie des Düngemittelherstellers gewinnt 20 Prozent
Yara legt in Oslo flotten Start aufs Parkett

Die gescheiterten Börsengänge in Deutschland haben sich bislang nicht auf das Klima in Nordeuropa ausgewirkt. Die Börsenpremiere von Yara, der Düngemittelsparte des norwegischen Ölkonzerns Norsk Hydro, ist geglückt: Am ersten Tag stieg der Kurs der Aktie an der Osloer Börse zwischenzeitlich um 20 % auf 50 Kronen (5,91 Euro).

hst STOCKHOLM. Die Aktien waren am Morgen für 41 Kronen angeboten worden. Damit lag der Ausgabepreis am oberen Ende des Preisintervalls von 36 bis 41 Kronen. Die Aktien waren rund 20-fach überzeichnet. Analysten in Oslo hatten schon vor dem Börsengang von einem „kräftigen Rabatt“ für die Yara-Aktie gesprochen. Offenbar wollte Norsk Hydro kein Risiko eingehen. „Kein Fondsmakler konnte an diesem Angebot vorbeigehen“, sagte ein Analyst einer norwegischen Bank.

Der Börsenwert von Yara, dem nun größten Düngemittelhersteller der Welt, beträgt rund 15 Mrd. Kronen. Der Umsatz belief sich 2003 auf 40 Mrd. Kronen, der Gewinn betrug 2,7 Mrd. Kronen. Norsk Hydro hatte im vergangenen Jahr die Abspaltung und Börsennotierung seiner Düngemittelsparte Hydro Agri unter dem neuen Namen Yara beschlossen. Man wolle sich auf sein Kerngeschäft, die Öl- und Gasförderung sowie die Aluminiumproduktion konzentrieren, hieß es zur Begründung. 80 % der Yara-Aktien gingen an die bisherigen Norsk Hydro-Aktionäre. Die restlichen 20 % wurden über die Börse angeboten.

Der Börsengang von Yara war mit Spannung in Nordeuropa verfolgt worden, war es doch der größte IPO seit 2001. Erst am Mittwoch glückte die Börsenpremiere des schwedischen Kosmetikkonzerns Oriflame. Der Kurs der Aktie stieg am ersten Tag um knapp 10 %. Nach den Erfolgen In Nordeuropa rechnen Experten damit, dass es diesem Jahr zu weiteren Börsengängen kommen wird. Ende vergangenen Jahres war der Börsengang des schwedischen Kühlkompressorherstellers Dometic wegen mangelnden Intresses geplatzt.

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