Aktie des Flughafenbetreibers hebt trotz Rekordzahlen bei Passagier- und Frachtaufkommen nicht ab: Streit um neue Landebahn bremst Fraport

Aktie des Flughafenbetreibers hebt trotz Rekordzahlen bei Passagier- und Frachtaufkommen nicht ab
Streit um neue Landebahn bremst Fraport

Die drohende Verzögerung beim Ausbau des Frankfurter Flughafens hat gestern die Aktie der Betreibergesellschaft Fraport unter Druck gesetzt. Die im Umweltministerium angesiedelte Störfallkommission des Bundes erklärte, dass sie Bedenken gegen die Erweiterung des Flughafens habe. Der Bau der Nordwestlandebahn sei nicht mit dem Betrieb des nahe gelegenen Chemiewerkes Ticona des Celanese-Konzerns vereinbar. Der Aktienkurs von Fraport verlor daraufhin zeitweise drei Prozent.

DÜSSELDORF. „Der Ausbau ist für Fraport ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sollte er nicht stattfinden, wäre dies ein sehr schlechtes Zeichen, weil Fraport im Wettbewerb mit dem Flughafen München zurückfallen würde“, sagt Martina Noß von der NordLB. Jedoch rechnet sie nicht mit dem kompletten Scheitern des Projektes. Wahrscheinlicher sei ein Umzug des Ticona-Werkes.

Dass die Erweiterung des Flughafens mehr und mehr zu einem Politikum wird, sorgt bei den Investoren für Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. „Sollten bedeutende Umbaumaßnahmen bei Ticona oder ein Umzug des Werkes notwendig werden, dürften einige Millionen Euro von Fraport gezahlt werden müssen“, erwartet Robert Czerwensky, Analyst bei der Vereins- und Westbank. Vor dem Hintergrund eines erwarteten Nettoergebnisses von 153 Mill. Euro im Jahr 2004 könnten die daraus resultierenden Einmalkosten im schlimmsten Fall ein negatives Jahresergebnis und damit einen Dividendenausfall verursachen. „Anlegern, die am Aufschwung der Luftfahrtindustrie teilhaben wollen, können daher wir nicht zu einem Investment in Fraport-Aktien raten“, sagt Czerwensky.

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