Aktie des Fondsanbieters könnte rund 25 Euro kosten
HCI strebt nach der Wahl an die Börse

Die Aktien des an die Börse strebenden Hamburger Fondsanbieters HCI werden wenige Tage nach der Bundestagswahl zum Kauf angeboten. Die Erstnotiz wird damit voraussichtlich in die erste Oktoberwoche fallen.

FRANKFURT/M. Die Aktien des an die Börse strebenden Hamburger Fondsanbieters HCI werden wenige Tage nach der Bundestagswahl zum Kauf angeboten. Die Zeichnungsfrist für die Titel des vor allem auf den Vertrieb von geschlossenen Frachtschifffonds spezialisierten Unternehmen werde in der Woche vom 19. September beginnen, teilte HCI am Montag mit. Die Erstnotiz wird damit voraussichtlich in die erste Oktoberwoche fallen. Damit dürfte HCI das erste Unternehmen sein, das nach der Bundestagswahl am 18. September den Gang auf das Parkett wagt. Kapitalmarktexperten rechnen mit weiteren zehn bis zwölf Börsengängen im vierten Quartal.

Dem Handelsblatt liegen Untersuchungen einer der begleitenden Banken vor, denen zufolge HCI nach dem Börsengang mit 570 bis 630 Mill. Euro fair bewertet sein dürfte. Damit wäre HCI höher gehandelt als der bereits börsennotierte Konkurrent MPC. Um aus den Schätzungen einen konkreten Aktienpreis zu berechnen, muss die Zahl der Aktien nach der Platzierung und der dabei geplanten Kapitalerhöhung herangezogen werden. In Finanzkreisen hieß es dazu am Montag, derzeit plane HCI die Zahl seiner Aktien um vier Mill. auf 24 Mill. zu erhöhen. Dies würde rechnerisch zu einem fairen Wert je Aktie zwischen 23,75 Euro und 26,25 Euro führen. Dabei sind mögliche Preisnachlässe, die bei Börsengängen als Zeichnungsanreiz üblich sind, noch nicht berücksichtigt. Ein HCI-Sprecher wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern. Bei einem erwarteten Streubesitz von mehr 50 Prozent ist HCI auf Basis dieser Bewertung aber auf jeden Fall ein Kandidat für den Nebenwerteindex MDax.

HCI will nach Aussagen aus Finanzkreisen durch den Börsengang rund 100 Mill. Euro einnehmen. Dieses Geld soll in den Ausbau des Geschäftes mit Immobilienfonds fließen. Während HCI die Gelder seiner Kunden zu 70 Prozent in Schiffsfonds platziert, ist MPC breiter aufgestellt. Immobilienfonds machen hier 50 Prozent des Produktmixes aus, auf Schiffe und Lebensversicherungen entfallen 25 beziehungsweise 13 Prozent. Der Produktmix werde die Bewertung von HCI an der Börse mit bestimmen, urteilen die Analysten.

Beim Gewinn rechnen die Experten für das laufende Jahr mit einer Gewinnverdoppelung auf rund 42 Mill. Euro, für 2006 wird mit einer Stagnation auf Grund der anstehenden Investitionen erwartet. Für 2007 stellen die Experten wieder ein deutliches Wachstum in Aussicht.

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