Aktie fällt auf ein Jahrestief – Starker Preisdruck aus der Autoindustrie setzt dem Anlagenbauer zu
Analysten raten bei Dürr zur Vorsicht

Mit Skepsis begegnen Börsianer und Analysten momentan dem Anlagenbauer Dürr. Trotz guter Quartalszahlen am vergangenen Freitag befindet sich die Aktie des Stuttgarter Konzerns auf dem Weg nach unten.

FRANKFURT/M. Am Montag erreichte das Papier im Tagesverlauf mit 15,60 Euro einen Jahres-Tiefpunkt. Die meisten der bei Bloomberg verzeichneten Analysten bleiben auch für die Zukunft misstrauisch und stufen das Papier mit Halten oder Verkaufen ein. Ihre negative Haltung begründen sie vor allem mit dem Preisdruck, den die gebeutelte Autoindustrie auf Zulieferer wie Dürr ausübt.

Der Druck auf die Verkaufspreise wird nach Ansicht von Eggert Kuls, Analyst bei M.M. Warburg, zusätzlich verschärft durch die harte Konkurrenz und die steigenden Materialkosten. Dies macht bei Dürr die Kostensparerfolge, die der seit Jahresanfang amtierende Vorstandschef Stephan Rojahn, erzielt hat, wieder zunichte. „Unter ihm hat sich zwar die Kostenstruktur deutlich verbessert, dies hat aber im zweiten Quartal wegen des Preis- und Konkurrenzdruckes nicht positiv auf das Ergebnis durchgeschlagen“, hebt Kuls hervor. Er empfiehlt, die Aktie zu verkaufen.

Dürr hatte 2003 ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm gestartet. Damit versucht die Konzernleitung die Kosten zu senken, das Risiko zu reduzieren, die Kapitalbindung zu verringern sowie Standorte und Portfolio zu bereinigen. Von den mehr als 200 Maßnahmen wurden die ersten bereits erfolgreich umgesetzt oder eingeleitet. Dies sind unter anderem die Stärkung des weltweiten Einkaufsnetzwerks und die konzernweite Vereinheitlichung des Projektmanagements.

„Mittlerweile scheint der Vorstand die richtigen Hebel gefunden zu haben, um im laufenden Jahr für eine Wende zu sorgen“, lobt Erhard Schmitt von der Helaba und bewertet die Aktie immerhin mit „Neutral“. Das Ertragssteigerungsprogramm hat nach Angaben der Weltmarktführers in der Lackiertechnik die Ergebnissituation bereits verbessert.

Seite 1:

Analysten raten bei Dürr zur Vorsicht

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%