Aktie im Fokus
Adidas-Aktie rauscht in den Keller

Adidas ist im ersten Quartal fast in die roten Zahlen gerutscht. Anleger sind entsetzt. Analysten raten zum Verkauf der Aktie. Dabei geht es Adidas gar nicht so schlecht, wie es den Anschein hat. Für einen Teil seiner Einbußen kann das Unternehmen gar nichts.

FRANKFURT. Aktien von Adidas fallen um fast zehn Prozent. Damit liegen die Papiere mit Abstand auf dem letzten Platz im Dax. Immerhin sind sie mit knapp 27 Euro von ihrem Jahrestief bei 21,22 Euro noch ein Stück weit entfernt.

Was den Anlegern gar nicht gefällt: Fast wäre der Sportartikelhersteller im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Am Ende blieb nur ein schmales Plus von fünf Mio. Euro übrig. Im selben Zeitraum des Vorjahres standen noch 169 Mio. zu Buche. Anders ausgedrückt: Der Gewinn ist um 97 Prozent eingebrochen.

Das hatten Analysten nicht erwartet. Der Rückgang beim Nettogewinn sei mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie geschätzt, sagt Herbert Sturm von der DZ Bank. Seine bereits in der vergangenen Woche gesenkte Gewinnprognose für das laufende Jahr müsse er nun nochmals nach unten revidieren. Auf dem aktuellen Kursniveau lautet das Urteil für die Aktie: "Starker Verkauf".

Die Ergebnisse seien katastrophal ausgefallen und der Ausblick für 2009 habe enttäuscht, sagt auch Uwe Weinreich von Unicredit.

Wie kommt es zu diesem überraschenden Einbruch? In der Krise müssen die Menschen sparen, sie geben weniger Geld für Markenprodukte aus. Alles auf die Zurückhaltung der Käufer zu schieben, wäre aber zu einfach. Es ist schließlichnicht so, dass Adidas plötzlich keine Turnschuhe und Trikots mehr verkauft. Das zeigt der Umsatz, der relativ stabil blieb und mit 2,6 Mrd. Euro fast so hoch liegt wie ein Jahr zuvor. Andere Unternehmen verzeichnen viel größere Umsatzeinbußen.

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