Aktie im Fokus
Anheuser-Busch InBev im siebten Bier-Himmel

2013 lief für Anheuser-Busch InBev fantastisch. Das Unternehmen verdiente doppelt soviel wie im Vorjahr. Nur der nachlassende Bierdurst in den Industrieländern macht der Branche sorgen. Aktionäre freuen sich trotzdem.
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DüsseldorfPreiserhöhungen und die hohe Nachfrage nach der amerikanischen Biermarke Budweiser und anderen Premiumprodukten trugen in jüngster Vergangenheit maßgeblich zu den erfreulichen Zahlen bei. Außerdem kommt AB InBev, das 2008 mit der Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe entstand, bei seinem Sparprogramm gut voran.

Die Aktionäre sollen nun in Form einer satten Dividendenerhöhung von den Gewinnanstiegen profitieren. AB InBev will die Ausschüttung je Aktie für das abgelaufene Jahr um 21 Prozent auf 2,05 Euro anheben. Trotz der erfreulichen Geschäftsentwicklung des weltweit führenden Brauereikonzerns im vergangene Jahr leidet die gesamte Branche – und damit auch AB InBev als ihr Primus – weiterhin stark unter dem nachlassenden Bierdurst in den Industrieländern.

Besonders dramatisch ist die Situation in Deutschland, wo seit 2004 der Konsum des Gerstensafts jedes Jahr rückläufig ist. Während der Pro-Kopf-Verbrauch zu Beginn der 1990er Jahre im Durchschnitt noch bei über 140 Litern lag, trinkt der „normale“ deutsche Bundesbürger heute weniger als 100 Liter jährlich.

Der Preiskampf zwischen den über 1.300 Braustätten hierzulande ist enorm. Obwohl die Kosten für Rohstoffe, Transport, Energie und die Löhne der Mitarbeiter in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind, blieben die Preise für Bier annähernd gleich. Zudem gibt es einen Trend zu handwerklich gebrautem Bier aus kleinen Brauereien. Diese enorme Vielfalt an regionalen Anbietern stellt die großen deutschen Brauereien, von denen unter anderem Beck´s, Franziskaner, Spatenbräu, Hasseröder und Diebels zu Anheuser-Busch InBev gehören, vor ernsthaften Problemen.

Insgesamt verkaufte der belgische Großkonzern hierzulande 7,1 Prozent weniger als noch 2012. Ein Ende der nachlassenden Nachfrage ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: „In den nächsten 10, 15 Jahren werden wir im deutschen Biermarkt noch 20 Millionen Hektoliter verlieren“, blickt AB InBev-Deutschland-Chef Chris Cools wenig zuversichtlich in die Zukunft.

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