Aktie im Fokus: Anleger bangen um General Motors

Aktie im Fokus
Anleger bangen um General Motors

General Motors stehen schwere Zeiten bevor. Zu späte Rückrufaktionen könnten hohe Strafzahlungen nach sich ziehen. GM-Chefin Mary Barra muss sich vor dem Repräsentantenhaus verantworten. Anleger gehen bereits in Deckung.
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Düsseldorf„Ich bin zutiefst betrübt“. Diese Worte richtet die Chefin des größten Autoherstellers der Welt an die Hinterbliebenen tödlicher verunglückter Fahrer von Fahrzeugen des General-Motors-Konzern. Defekte Zündschlösser haben rund 13 Menschen das Leben gekostet. Die Probleme waren hausgemacht und bestanden seit Jahren. Die Skandal an der Sache ist, dass die Konzernführung rund um GM-Chefin Mary Barra von den defekten Zündschlössern seit Jahren Bescheid wusste – dagegen etwas unternommen hat sie allerdings nicht.

Barra muss sich diesen und weiteren Vorwürfen nun vor dem Repräsentantenhaus in Washington stellen. Die Politiker erwarten Antworten. Die GM-Chefin hingegen weist die Anschuldigung zu spät eingegriffen zu haben von sich. „Sobald ich von dem Problem erfahren habe, haben wir ohne Zögern gehandelt“, heißt es in Barras Redemanuskript. „Wir haben der Welt erklärt, dass es ein Problem gibt, das gelöst werden muss.“ GM werde sich vor der Verantwortung nicht davonstehlen. Die Anleger an den Aktienmärkten sahen das anders. Gestern schloss GM bei insgesamt freundlichen gestimmten Börsenmärkten rund 0,9 Prozent im Minus. Heute sieht es vorbörslich nicht viel besser aus. Bei Lang & Schwarz notierten die Aktien zuletzt 0,5 Prozent leichter.

Wegen der Zündschloss-Pannenserie hat der Konzern bereits mehr als 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Darunter befanden sich auch 7450 Opel GT, die auch in Deutschland verkauft werden. Die Zündschlösser waren zu schwach ausgelegt, so dass sie während der Fahrt auf die „Aus“-Position zurücksprangen und als Folge Servolenkung, Bremskraftverstärker sowie Airbag nicht funktionierten.

Die Vorwürfe gegen General Motors wiegen schwer. Verbraucherschützer widersprechen dem Konzern, der bei internen Untersuchungen der Vorfälle von 13 Todesopfern ausgeht. Sie sprechen von rund 300 Todesfällen. Außerdem steht der Vorwurf im Raum, dass das Management zu spät auf die Probleme reagiert habe. Erst im Februar diesen Jahres begann der Konzern Fahrzeuge mit defekten Zündschlösser zurückzurufen. Von den Problemen, so die Verbraucherschützer, soll General Motors allerdings seit mehr als zehn Jahren gewusst haben.

Doch die Pannenserie reißt nicht ab. Die Opel Mutter GM musste die Rückrufaktion abermals ausweiten. Zu den bereits 2,6 Millionen zurückbeorderten Fahrzeugen kommen nun mehr als 1,5 Millionen hinzu. Es handelt sich um Modelle der amerikanischen Marken Chevrolet, Pontiac und Saturn aus den Jahren 2004 bis 2010. Die weitaus meisten Autos sind in den USA verkauft worden. Probleme mit der Servolenkung zwingen den Konzern zu diesem kostspieligen Schritt. Ob Wagen mit defekter Servolenkung auch nach Deutschland verkauft wurden, war zunächst unklar.

Das jetzige schnelle Eingreifen zeigt, dass die Konzernführung um Mary Barra nun mit erhöhter Sensibilität auf die Probleme bei GM-Fahrzeugen reagiert, was auch als Eingeständnis auf das zu späte eingreifen bei den defekten Zündschlösser verstanden werden kann. General Motors kann sich einen weiteren Skandal diesen Ausmaßes einfach nicht mehr erlauben. Insgesamt hat der Konzern rund um die Welt über sechs Millionen Autos wegen dieser erheblichen und diverser kleineren Mängel zurückrufen müssen.

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  • Wer wie GM seit Jahrzehnten sein Geschäft nicht annähernd versteht, steht immer vor dem Aus. Auch Opel, die unter der Möchtegern-Chef-EntwicklerIn Fr. Rita Frostlein bleischwere Autos (Astra mit 1650 kg, Insignia mit 1800 kg) zusammengeschustert haben, werden niemals wieder nach oben kommen. Ein klares Signal war die Verpflichtung des viertklassigen Neumann, der vorher bei 2 Arbeitgebern rausgeflogen ist.

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