Aktie im Fokus
Apple sucht das Ohr der Kunden

Apple-Chef Steve Jobs nimmt eine gesundheitliche Auszeit - und die Aktie steigt binnen vier Wochen um nahezu 15 Prozent. Der Grund: Anleger werden nicht mehr von Gerüchten um seinen Gesundheitszustand abgelenkt und folgen den Kaufempfehlungen der Aktienanalysten. Innovationen und Neuauflagen dürften Apple auch 2009 starke Wachstumsraten bescheren.

STUTTGART. Als Apple-Chef Steve Jobs vor vier Wochen mitten in der Finanzkrise ankündigte, aus gesundheitlichen Gründen sechs Monate Auszeit zu nehmen, sahen viele Analysten schwarz für die Aktie. Schließlich ist Jobs? Name seit mehr als 30 Jahren untrennbar mit seinem Unternehmen verbunden.

Doch einen Monat später steht Apple besser da als ein Großteil der Konkurrenz: Knapp 15 Prozent Kursgewinn seit Mitte Januar, ein durchschnittliches Zwölfmonatsziel von 120 Dollar, und 24 von 34 Banken empfehlen die Aktie zum Kauf. Bei einem Preis von knapp unter 100 Dollar gilt Apple inzwischen vor allem für langfristig orientierte Anleger als Schnäppchen. Schließlich notierten die Titel noch vor neun Monaten bei fast 200 Dollar.

Jobs? Ankündigung habe Ruhe in das Unternehmen gebracht, sagen Experten, und die Anleger würden nicht mehr von täglich neuen Gerüchten abgelenkt. Die Auswirkungen von Jobs? Zwangspause seien "kleiner als wir ursprünglich angenommen hatten", sagt Analyst Bill Fearnley von FTN Equity Capital und erhöhte deshalb sein Anlageurteil von Neutral auf Kauf.

Bill Shope von Credit Suisse kann sich Interims-Chef Timothy Cook "gut als Nachfolger für Steve Jobs vorstellen".

Auch die Finanzkrise scheint Apple bislang gut wegzustecken. "Das kurzfristige Risiko bleibt natürlich bestehen, aber die Aktie ist nach wie vor unser Favorit im gesamten Computersegment", sagt Bill Shope. Im abgelaufenen Quartal lieferte der Computerhersteller das beste Umsatz- und Gewinnergebnis in der Unternehmensgeschichte und übertraf die Erwartungen der Analysten um satte 40 Cent pro Aktie. "Wenn Apple jetzt schon so gute Zahlen liefert, stellen Sie sich nur vor, was passiert, wenn die Käufer wieder richtig Geld in der Tasche haben", sagte Analyst Jim Goldman vom Fernsehsender CNBC.

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