Aktie im Fokus
Bayer-Aktie bricht ein

Bayer drohen ernsthafte Schwierigkeiten in den USA. Offenbar gibt es ein Problem mit einem neuen Medikament des Pharmakonzerns. Sollte sich ein erster Verdacht bestätigen, wäre das ein herber Rückschlag für das Unternehmen. An der Börse gerät die Bayer-Aktie unter Druck.

FRANKFURT. Die US-Gesundheitsbehörde FDA bemängelt Nebenwirkungen des Bayer-Gerinnungshemmers Xarelto. Kaum war diese Nachricht am Nachmittag raus, rauschte die Bayer-Aktie in die Tiefe. Innerhalb kurzer Zeit fiel Kurs um mehr als zehn Prozent auf 32,69 Euro.

Das Medikament Xarelto sollte der neue Umsatzbringer für Bayer werden. Der erwartete Jahresumsatz: zwei Milliarden Euro. Das Präparat ist bereits seit einigen Monaten in Europa zugelassen. In den USA will ein Expertengremium das Medikament in diesen Tagen prüfen und sich zu einer möglichen Zulassung äußern. Noch ist die endgültige Entscheidung nicht gefallen, seit dem heutigen Nachmittag sind die Chancen aber gesunken.

Wie die FDA in Washington mitteilte, gibt es gleich mehrere mögliche Nebenwirkungen des Medikaments: Blutungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Leberschäden. Xarelto führe erheblich häufiger zu Blutungen als ein Konkurrenz-Produkt von Sanofi-Aventis. Es stünden zudem noch Langzeitstudien aus, die die Auswirkungen auf die Leber abschließend klären sollen. Bayer geht davon aus, die offenen Fragen beantworten zu können.

Kaum eine Branche ist so stark von der Entwicklung neuer Produkte abhängig wie die Pharma-Industrie. Die Forschung und Erprobung verschlingt immens viel Geld und dauert Jahre. Dennoch scheitern viele Medikamente an der Zulassung. Hat ein Konzern dann keine neuen Patente zu bieten, kann er schnell ins Wanken geraten.

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