Aktie im Fokus
Buffett fährt jetzt Harley

Warren Buffett hat seine Vorliebe für schwere Chopper entdeckt. Für rund 300 Millionen US-Dollar kauft der Investor Anleihen von Harley Davidson. Die Aktie des kriselnden Motorradbauers profitiert kräftig vom Buffett-Effekt.

FRANKFURT. Rund 15 Prozent auf 13,73 Dollar legte die Harley-Aktie an der New Yorker Börse gestern zu – Warren Buffett sei Dank. Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft des Investors aus Omaha, kauft für rund 300 Millionen Dollar Harley-Anleihen. Buffett folgt damit der altbewährten Strategie, sein Geld in Aktien und Anleihen von Unternehmen mit starken Marken zu packen.

Buffett kommt dem kriselnden Motorradbauer aus Milwaukee gerade recht. Zuletzt sind die Gewinne dahin geschmolzen. Der Überschuss im Schlussquartal 2008 fiel um fast 60 Prozent auf knapp 78 Millionen Dollar. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2008 fiel der Gewinn des Herstellers deshalb um 30 Prozent auf 655 Millionen Dollar und damit deutlich schmaler aus als in früheren Jahren. Der Umsatz sank um etwas mehr als zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar.

Kaum besser sieht es für den Aktienkurs aus. 48 Dollar kosteten die Papiere vor nicht einmal einem Jahr; mittlerweile ist die Harley Aktie für weniger als 14 Dollar zu haben. Zwischenzeitlich drohte der Kurs sogar, unter die 10-Dollar-Marke abzurutschen.

Von den zweistelligen Wachstumsraten bei den Absatzzahlen, die der Konzern noch in den 90er- Jahren regelmäßig und voller Stolz verkündete, müssen sich die Anleger aber verabschieden. Ein Ende des Negativtrends sei noch nicht abzusehen, sagt Edward Aaron, Analyst bei RBC Capital Markets. Der für das Unternehmen so wichtige US-Markt ist satt, und das Geld sitzt bei den Amerikanern längst nicht mehr so locker. Die Krise am Hypothekenmarkt hat in den USA vieles verändert - auch für Harley.

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