Aktie im Fokus

Chinesen steigen bei Maschinenbauer Manz ein

Der Apple-Zulieferer Manz bekommt frisches Geld aus China. Maschinenbauer Shanghai Electric zeichnet eine Kapitalerhöhung der Schwaben. Die Manz-Aktie legte zu – und die Chinesen nannten erste Forderungen.
Der Reutlinger Maschinenbauer Manz stemmt mit chinesischer Hilfe eine dringend benötigte Kapitalerhöhung. Quelle: Reuters
Apple-Zulieferer

Der Reutlinger Maschinenbauer Manz stemmt mit chinesischer Hilfe eine dringend benötigte Kapitalerhöhung.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer chinesische Maschinenbauer Shanghai Electric hat beim schwäbischen Apple-Zulieferer Manz einen Fuß in der Tür. Die Chinesen zeichneten in einer Kapitalerhöhung neue Aktien für 53 Millionen Euro und halten damit 19,7 Prozent an dem angeschlagenen Unternehmen aus Reutlingen, wie Manz am Freitag mitteilte. Insgesamt fließen Manz dringend benötigte 75,6 Millionen Euro zu. Shanghai Electric hatte sich mit Manz-Gründer und -Vorstandschef Dieter Manz verbündet, der zusammen mit seiner Frau 27,3 Prozent der Anteile hält. Sie hatten ihre Bezugsrechte für die neuen Aktien an die Chinesen verkauft.

Die Manz-Aktie legte am Freitag um 5,3 Prozent auf 37,49 Euro zu. Die neuen Aktien waren zu 34,74 Euro verkauft worden.

Die Familie will im nächsten Schritt ihre Anteile mit denen der Chinesen bündeln, zusammen kämen sie dann auf deutlich mehr als 30 Prozent. Das würde ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre nach sich ziehen. Danach soll Shanghai Electric auf mehr als 30 Prozent der Anteile kommen.

Der lange Weg zur Ikone
1976
1 von 16

Die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak bauen in einer Garage die ersten Apple-Computer. Die Geräte, die sie für 666,66 Dollar verkaufen, bestehen nur aus der Hauptplatine, ohne Gehäuse oder Tastatur. Mit Apple beginnt die Ära der Personal Computer, während meist noch Großrechner verwendet werden.

1977
2 von 16

Mit dem Apple II bringt das Unternehmen einen fertigen PC im Plastikgehäuse und mit einer Farbgrafikkarte auf den Markt, der sich bis 1993 über zwei Millionen Mal verkaufte. 1980 geht Apple an die Börse.

1984
3 von 16

Jobs, hier mit dem damaligen Apple-Präsidenten John Sculley (rechts), stellt den Macintosh-Computer vor, mit dem eine grafische Benutzeroberfläche und die Bedienung per Maus populär werden.

1985
4 von 16

Jobs wird in einem Machtkampf aus dem Unternehmen gedrängt. Er gründet danach die Computer Firma Next und führt das Animations-Studio Pixar.

1991
5 von 16

Apple bringt seinen ersten erfolgreichen Laptop auf den Markt, das PowerBook 100.

1993
6 von 16

Der PDA Apple Newton wird vorgestellt, verkauft sich aber nur schlecht, weil viele der visionären Konzepte wie die Handschriftenerkennung in der Praxis nur mäßig funktionieren

1997
7 von 16

Apple steht finanziell mit dem Rücken zur Wand und holt Jobs zurück. Mit dem Kauf von Next für über 400 Millionen Dollar wird das bei Next entwickelte Betriebssystem zur Grundlage des Mac-Systems OS X, dass heute noch eingesetzt wird.

Damit „hätten wir einen langfristigen Investor an unserer Seite, der uns auch für das weitere operative Geschäft Chancen eröffnet“, sagte Dieter Manz. Shanghai Electric pocht darauf, dass Manz anders als geplant am Solar-Geschäft festhält. Manz erklärte, auf der Solarmesse in Shanghai Ende Mai solle es erste Gespräche über eine operative Zusammenarbeit mit dem neuen Ankerinvestor geben.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Aktie im Fokus - Chinesen steigen bei Maschinenbauer Manz ein

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%