Aktie im Fokus
Deutsche Bank: Die Börsenparty ist vorbei

Die Aktie der Deutschen Bank knickt ein. Dabei hat Deutschlands größtes Geldhaus im dritten Quartal einen stattlichen Gewinn eingefahren. Die Zahlen seien besser als erwartet, sagen auch Analysten. Und doch: Für den deutlichen Kursabschlag der Aktie gibt es gute Gründe.
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HB FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat überraschend Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Unter dem Strich bleibt ein Überschuss von 1,4 Mrd. Euro hängen. Alle Geschäftsbereiche hätten schwarze Zahlen geschrieben, betonte die Bank in ihrer Mitteilung. In den ersten neun Monaten kam sie damit auf einen Nettogewinn von rund 3,7 Milliarden Euro. Nach den Milliardenverlusten aus dem vergangenen Jahr sieht das glänzend aus.

Doch die Reaktion an der Börse spricht eine andere Sprache. Die Aktie von Deutschlands größtem Geldhaus fällt um 3,7 Prozent auf 53,26 Euro. Damit sind die Papiere die großen Verlierer im Dax.

Die Erwartungen der Analysten wurden zwar übertroffen. „Mit einem Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau des Vorquartals demonstriert die Bank unseres Erachtens nach Stärke und übertrifft die Markterwartungen“, schrieb Matthias Dürr von der DZ Bank.

Auch die WestLB hat die Einstufung für die Aktien auf „Kaufen“ und das Kursziel auf 59 Euro belassen. Der Quartalsgewinn habe über den Erwartungen gelegen, schrieb Georg Kanders in einer Studie. Dennoch bleibt bei dem Experten eine Portion Skepsis.

Das Institut verdanke dieses Ergebnis aber Steuergutschriften. Das Vorsteuerergebnis sei dagegen hinter seinen Prognosen zurückgeblieben, so Kanders. Die hohe Profitabilität mache allerdings Zukäufe für die Deutsche Bank erschwinglich. Am Dienstag hatte sie die Übernahme von Teilen der niederländischen ABN Amro angekündigt. Zudem steht die Bank Kreisen zufolge kurz vor dem Kauf von rund 75 Prozent an der Privatbank Sal. Oppenheim, die rund eine Milliarde Euro kosten dürften.

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