Aktie im Fokus
Deutsche Bank sammelt Kapital für Angriff

Startschuss für die Kapitalerhöhung: Seit Freitag läuft der Handel mit Bezugsrechten für die Neu-Aktien. Mit den 8,5 Milliarden Euro will sich die Deutsche Bank trotz aller Probleme gegen Rivalen am Markt behaupten.
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FrankfurtMit dem am Freitag begonnenen Bezugsrechtehandel hat die Deutsche Bank ihre milliardenschwere Kapitalerhöhung eingeläutet. Die rund 300 Millionen Neu-Aktien spülen insgesamt 8,5 Milliarden Euro in die Kassen der Bank. Geld, das das Institut benötigt, um die Konkurrenz nicht nur in der Finanzausstattung einzuholen und zu übertreffen. Vor allem mit dem branchenweit kriselnden Investmentbanking soll der Erfolg gelingen.

Da der Banken-Titel aus charttechnischen Gründen am Freitag ohne Bezugsrechte gehandelt wurde, kam es bei den Aktien zu einem relativ hohen Abschlag von 3,3 Prozent. Der Preis pro Aktie betrug 27,64 Euro. Seit Jahresbeginn erlitt die Deutsche Bank rund 15 Prozent Kursverlust und ist damit einer der schwächsten Titel im Dax.

Offenbar sind die Anleger von der Kapitalerhöhung bei Deutschlands größtem Geldinstitut dennoch überzeugt. Rechnet man den ex-Bezugsrechte-Faktor heraus, lagen die Deutsche Bank-Titel heute rund 1,6 Prozent im Plus. Auch hatten Experten mit einem größeren Abschlag auf die neu-emittierten Wertpapiere gerechnet. Sie werden zu einem Preis von je 22,50 Euro feilgeboten.

Für jeweils 18 Aktien können Aktionäre fünf neue Papiere kaufen. Die Bezugsrechte der neuen Aktien notierten am Freitagmittag bei 1,43 Euro, in der Spitze bis zu 1,47 Euro. Altaktionäre, die nicht dazukaufen wollen, können ihre Bezugsrechte noch bis zum 20. Juni verkaufen. Die Bezugsfrist selbst endet voraussichtlich am 24. Juni.

Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Aktien auf 1,32 Milliarden. Die Neu-Aktien sind aber faktisch schon verkauft, weil die begleitenden Investmentbanken die Emission garantieren. Folglich liegt das weitere Risiko nun bei ihnen.

Der Preis für die frischen Aktien ergibt nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters einen Abschlag von 21 Prozent auf den um den Wert der Bezugsrechte bereinigten Aktienkurs. Damit musste die Deutsche Bank keinen sehr großen Rabatt gewähren – die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr bei einer Kapitalerhöhung 38 Prozent Nachlass gegeben. Zuletzt hatten Anleger mit einem Preis von 21 bis 21,50 Euro kalkuliert.

Insgesamt sammelt die Bank 8,5 Milliarden Euro ein: 1,75 Milliarden Euro spült der exklusive Anteilsverkauf an den Scheich von Katar in die Kasse, weitere 6,75 Milliarden kommen aus der öffentlichen Platzierung – das sind einige Hundert Millionen Euro mehr als zunächst geplant. Die begleitenden Investmentbanken hatten die Emission der Bank garantiert.

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Kriselndes Investmentbanking soll Erfolg bringen

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  • Gegen einige Großbanken ermittelt eine US-Behörde wegen
    des Verdachtes amerikanische Sanktionen gegen Länder wie Iran, Syrien oder Sudan mit Geldüberweisungen unterlaufen zu haben. Eine franz. Großbank soll 10 Mrd. Dollar Strafe
    bezahlen. Leider wird auch in dieser Sache gegen eine
    deutsche Großbank ermittelt. Ich hoffe sehr, dass sich diese Ermittlungen als gegenstandslos erweisen. Falls das nicht so sein sollte, dann halte ich solch eine Strafe für angemessen. Die Kapitalerhöhung kommt dann zur rechten Zeit, sie sollte aber nicht als Eingeständnis ge-
    wertet werden. Bei einem ev. Vergehen müssen auch scharfe personelle Konsequenzen erfolgen!

  • Ich fordere 15 Talkshows, Minimum. Ich werde ja heute noch mit Hoeneß-Talkshows belästigt.

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