Aktie im Fokus Die 800-Prozent-Strategie

Konsumgüter-Aktien sind stabil, aber zu teuer? Von wegen. Abseits von Nestlé und Danone konnten Anleger mit der Aktie einer Pizzakette einen 800-prozentigen Gewinn einfahren. Und das Unternehmen wächst weiter.
Die Pizza-Kette Domino's ist derzeit auf Wachstumskurs. Quelle: Reuters
Salami-Pizza

Die Pizza-Kette Domino's ist derzeit auf Wachstumskurs.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Domino’s-Anleger haben in den vergangenen zehn Jahren kräftig Kasse gemacht. In den vergangenen fünf Jahren verachtfachte sich der Kurs der Aktie. Seit 2006 machten die Anleger sogar einen Gewinn von sagenhaften 2000 Prozent. Konzernchef Don Meij verzehnfachte den Gewinn seines Unternehmens innerhalb einer Dekade und verwandelte die Pizzakette in den besten Konsumwert Australiens.

Neben Niederlassungen in Australien und Neuseeland betreibt Domino's, das auf einen Börsenwert von knapp 3,3 Milliarden Euro kommt, auch Pizzaketten in Japan und einigen europäischen Ländern.

Wen die Börsen-Spekulanten lieben

RIB SOFTWARE SE NAMENS-AKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE000A0Z2XN6
Börse
L&S

+0,04 +0,16%
+25,66€
Chart von RIB SOFTWARE SE NAMENS-AKTIEN EO 1
Platz 10: RIB Software
1 von 10

Aktuelle Leerverkäufe finden Sie in unserer Datenbank.

Bei einem Leerverkauf werden Aktien gehandelt, die der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. Das Geschäft verpflichtet ihn, die Wertpapiere in Zukunft zu liefern. Seinen Gewinn zieht der Verkäufe aus dem vereinbarten Lieferpreis und dem Preis, zu welchem er die Papiere tatsächlich kauft. Leerverkäufe sind somit Kurswetten: Der Käufer setzt auf steigende, der Verkäufer auf fallende Kurse. In Deutschland gilt die gesetzliche Meldepflicht, wenn mehr als 0,2 Prozent der Anteilsscheine einer Firma verkauft werden. Da liegt der Leerverkauf der RIB Software-Aktien deutlich drüber. Das Ergebnis der Firma stagnierte im ersten Quartal 2016, die Aktie hat deutlich verloren – ein guter Deal für Ennismore.

Positionsinhaber: Ennismore Fund Management

Short-Position: 1,79 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 11. Februar 2016

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
L&S

+0,14 +0,64%
+21,90€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 9: K+S
2 von 10

Auch der niedersächsische Kali- und Salzhersteller scheint ein guter Kandidat für Finanzwetten zu sein. Neben Corvex haben Blackrock, Blackstone, Dulcet Capital, Eisenstat Capital und Oxford Asset Management die Aktie zwischen Februar und März „leerverkauft“. Wenig überraschend, schließlich befindet sich die Aktie schon seit Sommer 2015 auf Verlustkurs. Seit dem 1. Januar hat sie knapp ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt.

Positionsinhaber: Corvex Management

Short-Position: 1,8 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 5. Februar 2016

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
L&S

-0,53 -0,78%
+67,21€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 8: Lanxess
3 von 10

Im vergangenen Jahr flog das Kölner Chemie-Unternehmen aus dem Dax. Auch das laufende Jahr dürfte nicht gerade rosig werden. Wegen des harten Wettbewerbs im Kautschukgeschäft erwarte man keine großen Sprünge, teilte das Unternehmen am 17. März mit. Einen Tag darauf hat Citadel mehr als 1,9 Prozent der Lanxess-Anteile „leerverkauft“.

Positionsinhaber: Citadel Europe

Short-Position: 1,91 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 18. März 2016

KUKA AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006204407
Börse
L&S

-0,69 -0,65%
+105,85€
Chart von KUKA AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 7: Kuka
4 von 10

Die Ergebnisse des Anlage- und Roboterherstellers Kuka verfehlten die Schätzungen der Analysten. Zwar steigerte Kuka 2015 den Gewinn nach Steuern um 27 Prozent auf 86,3 Millionen Euro. Für 2016 stellte das Unternehmen jedoch eine rückläufige Rendite in Aussicht. Im Moment halten die Anleger die Aktie dennoch hoch im Kurs, rund neun Prozent gewann sie seit Januar. Maverick Capital setzt jedoch auf ein baldiges Ende der Rally.

Positionsinhaber: Maverick Capital

Short-Position: 2,23 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 31. März 2016

SALZGITTER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006202005
Börse
L&S

-0,16 -0,34%
+46,69€
Chart von SALZGITTER AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 6: Salzgitter
5 von 10

Auf und ab geht es für die Salzgitter-Aktie. Seit Jahresbeginn gewann sie allerdings etwas mehr als drei Prozent. Die Schweizer Großbank UBS scheint aber nicht wirklich an den Erfolg des Papiers zu glauben.

Positionsinhaber: UBS Global Asset Management

Short-Position: 2,24 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 2. Februar 2016

STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007493991
Börse
L&S

+0,25 +0,39%
+64,12€
Chart von STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 5: Ströer
6 von 10

Die Werbefirma Ströer hat sowohl Umsatz als auch Gewinn in Deutschland gesteigert. Für das Jahr 2016 erwartet die Firma einen operativen Ertrag von 270 bis 280 Millionen Euro. Die Aktionäre scheinen Ströer jedoch keine großen Sprünge zuzutrauen. Seit Januar verlor die Aktie mehr als vier Prozent.

Positionsinhaber: Third Point

Short-Position: 2,48 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 25. Februar 2016

WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007472060
Börse
L&S

-2,32 -2,33%
+96,90€
Chart von WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 4: Wirecard
7 von 10

Eine Goldgrube für Leerverkäufer ist der Bezahldienst Wirecard. Gleich zehn Vermögensverwalter haben die Aktien des Unternehmens im ersten Jahresquartal „leerverkauft“. Blue Ridge Capital hatte mit 2,73 Prozent der Firmenanteile die größte Position.

Positionsinhaber: Blue Ridge Capital

Short-Position: 2,73 Prozent der Firmenanteile

Zeitpunkt: 14. März 2016

Jetzt will der 47-Jährige, der seine Karriere bei Domino’s als Fahrer im Lieferservice begonnen hatte, das Wachstum weiter voran treiben. Das Unternehmen erprobt derzeit ultraschnelle Backmethoden und entwickelt Lieferroboter, die militärischen Standards entsprechen. So soll die durchschnittliche Zubereitungs- und Transportzeit für Pizzen, um mehr als die Hälfte verringert werden, wie der Konzernchef verspricht.

Domino’s will in diesem Monat in Brisbane einen Testlauf mit Robotern zur Pizzalieferung starten. Die Maschinen sollen 2018 auf den Straßen Australiens unterwegs sein und sollen effizienter und sicherer sein als menschliche Kuriere. „Der Roboter kann auf der Fahrt sogar noch die Pizza backen“, sagt Meij. Das Wachstum, das daraus entsteht, sei überwältigend.

Zudem will das Unternehmen massiv sein Filialnetzt auf der ganzen Welt ausbauen. Bis zum Jahr 2025 will die Pizzakette weltweit 4250 Restaurants betreiben. Um dieses Ziel umzusetzen müsste Domino’s jeden zweiten Tag eine neue Niederlassung eröffnen.

Trotz dieser Expansionspläne flauen die Erwartungen aber ab: die Aktie wird Schätzungen zufolge im kommenden Jahr nur um sechs Prozent zulegen, nach durchschnittlichen Kursgewinnen von 60 Prozent in den letzten sieben Jahren. Am Freitag kosteten die Titel zum Börsenschluss in Sydney 55,85 australische Dollar.


  • Bloomberg
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