Aktie im Fokus
EADS-Aktie schießt nach oben

Der Kurs der EADS-Aktie ist am Donnerstag abermals kräftig gestiegen, nachdem sich die Gründerländer auf eine neue Eigentümerstruktur beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern geeinigt hatten.
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FrankfurtAn der Börse in Frankfurt am Main kletterten die Anteilsscheine um rund sieben Prozent auf 29,14 Euro. Am Mittwoch hatten Deutschland, Frankreich, Spanien und der Konzern ein neues Eigentümermodell bei EADS vereinbart. Deutschland kauft sich demnach erstmals direkt ein. Frankreich senkt seinen 15-Prozent-Anteil ab, so dass beide Länder höchstens je zwölf Prozent halten. Daimler und das französische Unternehmen Lagardère reduzieren ihre Beteiligungen und steigen langfristig ganz aus.

Der einstige Mitgründer Daimler verkaufte am Donnerstag unmittelbar nach der Einigung die Hälfte seiner Anteile. Der Autohersteller kassierte 1,66 Milliarden Euro für das Paket von 7,5 Prozent oder 61,1 Millionen EADS-Aktien, wie Daimler mitteilte.

Käufer sind die deutsche Staatsbank KfW, private Investoren aus einem Bankenkonsortium und institutionelle Anleger. Die KfW übernimmt 2,76 Prozent, wie es hieß. "Den Emissionserlös werden wir für das globale Wachstum unserer Geschäftsfelder, unsere Produkte und den Ausbau unserer technologischen Führungsposition nutzen", sagte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber.

Die neue EADS-Struktur sieht wie folgt aus: Deutschland steigt neben Frankreich und Spanien als dritter Staatseigentümer ein. Die drei Länder einigten sich demnach auf eine staatliche Höchstbeteiligung am Konzern von 28 Prozent (zwölf plus zwölf plus vier Prozent Spanien).

Die geänderte EADS-Satzung wird außerdem eine Eigentums- und Stimmrechtsbeschränkung auf 15 Prozent enthalten, die weder von Einzelaktionären noch von Aktionärsgruppen überschritten werden darf. Damit wäre EADS vor Übernahmeversuchen weitgehend geschützt. Zudem sollen nationale Sicherheitsinteressen Frankreichs und Deutschlands durch die Schaffung sogenannter nationaler Verteidigungsunternehmen geschützt werden.
Als Teil des Prozesses wird EADS eigene Aktien von bis zu 15 Prozent zurückkaufen.

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