Aktie im Fokus
Fortis-Aktie stürzt nach Wiederaufnahme ab

Seit dem 3. Oktober war die Aktie von Fortis vom Handel ausgesetzt. Nun wird das Papier seit 11 Uhr wieder gehandelt. Gleich zum Neustart fällt die Aktie um 64 Prozent.

HB DÜSSELDORF. Die außerordentlichen Hauptversammlung soll „so schnell wie möglich“ aber spätestens binnen acht Wochen stattfinden. Zuvor müsse jedoch Klarheit über die neue Aufstellung des Finanzinstituts herrschen, hieß es.

Ende September hatte Fortis eingeräumt, im Zuge der Kreditkrise in Schieflage geraten zu sein. Das Institut erhielt ein staatliches Rettungspaket über 11,2 Mrd. Euro von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Dies reichte jedoch nicht, so dass Den Haag für 16,8 Mrd. Euro die niederländische Fortis-Sparte übernahm, zu der auch die niederländische Großbank ABN Amro gehört.

Das Fortis-Geschäft in Belgien und Luxemburg erwarb die französische Bank BNP Paribas für 14,5 Mrd. Euro. Fortis selbst soll nach Abschluss dieser Transaktionen nur noch aus Rest-Aktivitäten im internationalen Versicherungsbereich bestehen. Hinzu kämen noch eine 66-Prozent-Beteiligung an einem strukturierten Kreditportfolio, sowie einige verbliebene Vermögenswerte und Schulden von rund 9,4 Mrd. Euro.

Zuletzt wurde in der Presse spekuliert, die Deutsche Bank könnte die Fortis Bank Nederland kaufen, nachdem die niederländische Zentralbank vergangene Woche die Übernahme von Teilen des ABN-Amro-Firmenkundengeschäfts unterbrochen hatte.

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