Aktie im Fokus
Gerüchte: Anleger reißen sich um Stada-Aktie

Übernahmefantasien haben am Morgen die Aktien von Stada beflügelt. In der ersten halben Handelsstunde wechselten bereits mehr Papiere des Unternehmens den Besitzer, als an einem gesamten Durchschnittstag.

HB FRANKFURT. Übernahmespekulationen haben die im MDax gelisteten Stada-Aktien angetrieben. Der Arzneimittelhersteller sei im Visier des weltgrößten Generikaproduzenten Teva, hatte eine israelische Zeitung berichtet.

Analysten haben eine mögliche Übernahme von Stada durch den israelischen Konkurrenten Teva als sinnvoll bezeichnet. Schließlich sei der weltgrößte Generikahersteller in Europa und vor allem Deutschland unterrepräsentiert, betonte LBBW-Analyst Hanns Frohnmeyer in einem Kommentar. Er taxierte den möglichen Übernahmepreis auf 55 Euro je Aktie.

Auch sein Kollege Martin Possienke von Equinet bezeichnete eine Akquisition des deutschen Generika-Herstellers als strategisch sinnvoll. "Sollte Teva eine Offerte vorlegen, wird sie wohl nicht unter 40 Euro liegen", fügte er hinzu. Die Aktien von Stada setzten sich mit einem Plus von bis zu 11,5 Prozent auf 35,85 Euro an die Spitze der im MDax-Gewinner.

In der ersten halben Handelsstunde wechselten bereits mehr Papiere des Unternehmens den Besitzer, als an einem gesamten Durchschnittstag. Knapp die Hälfte des gesamten Umsatzes im MDax ging auf das Konto dieses Wertes. Trotz der rasanten Kursrally der vergangenen beiden Tage kosten die Papiere immer noch knapp 25 Prozent weniger als vor der Gewinnwarnung vom 28. Juli. Ein Bericht der israelischen Wirtschaftszeitung "Globes" hatte die Übernahmespekulationen angefacht. Stada wollte sich hierzu nicht äußern.

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