Aktie im Fokus
Heiße Wette auf Commerzbank-Aktien

Die Commerzbank-Aktie ist nur noch etwas mehr als einen Euro wert, ihren absoluten Tiefstand hat sie gestern erreicht. Lohnt es sich jetzt einzusteigen, oder ist die Aktie ein heißes Zockerpapier geworden?
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DüsseldorfEinen Tag, nachdem die Commerzbank-Aktie ihr Allzeittief von 1,12 Euro erreicht hat, steigen die Anleger wieder massiv ein: 5,2 Prozent liegt das Papier am Morgen im Plus. Doch wer jetzt wieder Geld in die Aktie schießt, schließt eine ganz heiße Wette ab.

Ausgelöst hatte den Kursrutsch gestern die Angst, dass die Commerzbank es nicht aus eigener Kraft schaffen könnte, ihre Kernkapitalquote bis Mitte nächsten Jahres auf die erforderlichen neun Prozent zu heben. Ihre Kapitallücke könnte sich auf rund fünf Milliarden Euro belaufen, hieß es am Dienstag an der Börse. Bisher war man von einem zusätzlichen Kapitalbedarf von 2,9 Milliarden Euro ausgegangen. Zum Vergleich: Der Wert aller Commerzbank-Aktien belief sich am Ende des gestrigen Börsentages auf insgesamt gerade 6,93 Milliarden Euro.

Wie viel dran ist an den Gerüchten, ist weiterhin unsicher. Auch das macht die Aktie volatiler. Doch keine Antwort seitens der Commerzbank ist auch eine Antwort: Ein Sprecher in Frankfurt lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. Commerzbank-Finanzchef Eric Strutz hatte bereits Anfang des Monats gesagt, dass sich der Kapitalbedarf noch verändern könnte.

„Die Commerzbank hätte schon die 2,9 Milliarden nur geschafft, wenn sie sich stark gestreckt hätte“, sagte Analyst Dirk Becker von Kepler Equities. „Fünf Milliarden schafft sie auf keinen Fall. Die Commerzbank kann nur auf ein Wunder hoffen.“ Doch sollte Martin Blessing nicht an Wunder glauben, welche Möglichkeiten bleiben ihm dann noch für diesen Fall, und was würden diese Szenarien für die Aktionäre bedeuten?

Blessing hat vier Möglichkeiten: Er setzt eine Kapitalerhöhung durch, er lässt seine Bank wieder vom Staat retten, er verschlankt seine Bilanz - oder er malt so lange den Teufel an die Wand, bis die Europäische Bankenaufsicht (Eba) ihre Anforderungen senkt.

Eine Kapitalerhöhung ist vor allem bei dem aktuellen Aktienpreis schwer vorstellbar: Bei einem ohnehin schwachen Papier wäre die Verwässerung enorm, die Einbußen für Aktionäre groß.

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Blessing: „Nicht auf Vorrat rasieren“

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  • Die Coba war einmal eine kleine, feine und stabile deutsche Universalbank.
    Nur durch die Grossmannssucht der kleinen Möchtegerne Müller und Blessing und die damit verbundenen teuren Übernahmen der Eurohypo, der Dreba, der Schmidtbank etc. ist Sie jetzt in den Ruin geschliddert.
    Schämen sollten die sich wie die Bettseecher.
    Bei der nächsten HV geht's dann wieder rund!
    Ziehen Sie sich warm an Herr Blessing!!!

  • Unsere Weltelite spricht - Dummfug. Es ist schon haaresträubend, wenn der kleine Mann mittlerweile anscheinend mehr Ahnung von der Realität hat, wie unsere hochstudierte Elite. Das tut einfach weh.

  • @so-gesehen: Viel Richtiges dabei. Ob Inflation sozial gerecht ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich kenne zwar keine Harzer oder Mindestrentner, aber die würden Ihre Argumentation wohl nicht komisch finden. Schulden werden durch Inflation entwertet, OK. Aber die Sozialleistungen werden 1:1 und ohne timelag inflationiert? Wohl kaum...

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