Aktie im Fokus
Heuschrecken belagern Pro Sieben

Kaum eine Aktie ist in den vergangenen Wochen so rasant gestiegen. Heute legt die Aktie von Pro Sieben Sat.1 erneut um zwölf Prozent zu. Ein Analyst stufte die Aktie gerade erst auf "Kaufen" hoch. Dabei steckt das Unternehmen in der Krise und hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf.

FRANKFURT. Im März kostete eine Aktie von Pro Sieben Sat. 1 noch 88 Cent. Inzwischen hat sich der Kurs mehr als vervierfacht - auf vier Euro. Die Experten tun sich schwer, einen Grund dafür zu finden. Denn der Konzern steckt in der Krise, kommt aus den roten Zahlen nicht heraus.

Der Medienkonzern habe ein schwaches Ergebnis für die ersten drei Monate vorgelegt, schreibt Sonja Rabussier von Sal. Oppenheim in einer Studie. Außerdem bestehe die Gefahr, dass eine deutlichen Kapitalerhöhung nötig werden könnte.

Einen Ausblick für das laufende Jahr wagt das Unternehmen nicht. Angesichts sinkender Werbeeinnahmen steht dem Sender, wie der gesamten Medienbranche, ein weiteres hartes Jahr bevor. Mittlerweile hat sich ein riesiger Schuldenberg in Höhe von 3,5 Mrd. Euro aufgetürmt.

Trotzdem steigt der Aktienkurs. Liegt es etwa an den spektakulären Neuverpflichtungen? Vor einigen Wochen kündigte der Fernsehkonzern an, dass man Johannes B. Kerner und Oliver Pocher von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz holt. Franz Beckenbauer, der bisher bei Premiere unter Vertrag stand, kommt als Experte für Champions League und Euro-League. Den Einschaltquoten dürfte das gut tun. Aber bei allem Respekt für Kerner, Pocher oder den Kaiser - den Kurs bewegen im Moment ganz andere Dinge.

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