Aktie im Fokus
Kölner Katastrophe belastet Bilfinger-Aktie

Baukonzern Bilfinger Berger hat seinen Ausblick für das kommende Jahr präsentiert. Der fällt nicht einmal schlecht aus. Doch die Anleger schicken die Aktie auf Talfahrt. Sie interessiert momentan vor allem eine Frage: Was hat das Unternehmen mit dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln zu tun?

FRANKFURT. Eigentlich hätte es ein guter Tag für Herbert Bodner werden sollen. Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz erklärte der Chef des Baukonzerns Bilfinger Berger, dass sein Unternehmen die selbst gesteckten Ziele übertreffen konnte. Auch im laufenden Jahr entwickele sich das Geschäft „nach Plan“. Das ist immerhin schon mehr, als andere in diesen Tagen zu melden haben.

Aber die Anleger interessiert momentan eine ganz andere Frage. „Die Zahlen und der Ausblick rücken bei Bilfinger Berger heute eher in den Hintergrund“, sagt Norbert Kretlow, Analyst bei der Commerzbank. „Hauptbelastungsfaktor dürfte vor allem Köln sein.“

Vor knapp zwei Wochen stürzten das historische Stadtarchiv in Köln und zwei benachbarte Häuser ein. Das Unglück steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen U-Bahn. Am Sonntag wurden erstmals Verstöße gegen Bauauflagen bekannt. Damit rückt auch Bilfinger Berger als Anführer des Konsortiums für den U-Bahn-Bau in die Kritik.

Die Katastrophe in Köln werde die Kursentwicklung der Aktien von Bilfinger Berger belasten, sagt Ingbert Faust von Equinet. Die dadurch resultierenden finanziellen Risiken könnten noch nicht vollständig eingeschätzt werden. Seit Tagen ist die Aktie von Bilfinger Berger unter Druck. Heute fällt sie zeitweise um mehr als acht Prozent auf rund 25 Euro. Anfang Februar lag der Aktienkurs noch bei 37 Euro.

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