Aktie im Fokus
Neue Hoffnung bei Johnson & Johnson

Johnson & Johnson war lange Zeit vom Pech verfolgt. Wer optimistisch ist, kann nun wieder auf die Aktie des US-Pharmakonzerns setzen. So ganz ist die Pechsträhne des Unternehmens aber noch nicht beendet.
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FrankfurtWein Geld in Aktien des US-Pharma- und Konsumgüterriesen Johnson & Johnson anlegt, benötigt vor allem eins: eine optimistische Grundhaltung. Denn in der jüngeren Unternehmensgeschichte wechselten sich erfolgreiche Quartale immer wieder ab mit gigantischen Rückschlägen. So hat Johnson & Johnson in den vergangenen Jahren eine regelrechte Serie an Rückrufaktionen hinter sich - künstliche Hüften, Kontaktlinsen und andere Produkte mussten ersetzt werden, eine medizinische Gefäßstütze wurde sogar ganz vom Markt genommen.

Dennoch steht die Aktie derzeit wieder gut da, vor allem seit gleich mehrere Analysten ihre Anlageurteile heraufsetzten. Unter anderem raten nun die Banken JP Morgan sowie Jefferies & Co. zum Kauf der Titel und liegen damit auf der Linie der meisten Kollegen: 14 von 26 Banken empfehlen den Kauf, zwölf raten zum Halten, wie die Statistik zeigt. Im Schnitt erwarten die Experten, dass der Aktienpreis in den kommenden zwölf Monaten auf rund 72 Dollar klettert - das wäre ein Plus von fast 15 Prozent im Vergleich zum aktuellen Kurs. "Es steht in den nächsten Quartalen eine ganze Reihe von Markteinführungen neuer Produkte an, die bis jetzt noch nicht in den Kurs eingepreist sind", sagt etwa Mike Weinstein von JP Morgan.

Eine davon dürfte die Tagespille zur Behandlung des HIV-Virus sein, deren Marktreife demnächst anstehen soll. Auch an der Einführung des Krebsmedikaments Zytiga werde derzeit mit Hochdruck gearbeitet, heißt es bei Johnson & Johnson. In einer kleineren Patientenstudie hatte sich das Medikament bereits so gut bewährt, dass selbst die Ärzte sich von der Effektivität beeindruckt zeigten.

Schlagzeilen macht indes auch die Übernahme des Schweizer Medizinprodukteherstellers Synthe. Für knapp 20 Milliarden Dollar in Bargeld und Aktien wird Johnson & Johnson das Unternehmen kaufen und hat damit soeben den größten Übernahmedeal seiner Firmengeschichte in trockene Tücher gebracht.

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Zwei Milliarden Dollar Strafe

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