Aktie im Fokus Nokia im Aufwind

Nach Ende des Patentstreits mit dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung, geht es für die Nokia-Aktie in Helsinki aufwärts. Die Finnen konnten von der Neuaushandlung des Patentdeals überraschend deutlich profitieren.
Der finnische Mobilfunkausrüster profitiert überraschend deutlich von einer neuen Patentvereinbarung mit Konkurrent Samsung. Quelle: Reuters
Nokia

Der finnische Mobilfunkausrüster profitiert überraschend deutlich von einer neuen Patentvereinbarung mit Konkurrent Samsung.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEine neu ausgehandelte Patentvereinbarung mit Samsung hat Aktien des finnischen Telekomausrüsters Nokia am Mittwoch beflügelt. Die Aktien stiegen an der Börse in Helsinki um mehr als vier Prozent.

Nokia gab bekannt, mit dem südkoreanischen Konkurrenten eine zusätzliche Vereinbarung in Sachen Patentnutzung getroffen zu haben. Die beiden Konzerne hatten zwei Jahre lang um Patente gestritten und sich Anfang des Jahres vor einem Schiedsgericht geeinigt.

Das Nokia-Handy kommt zurück
Wieder da
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Das Nokia Lumia 925 Smartphone trug den Markennamen noch: Damit machte Microsoft Schluss. Nun kehrt die Marke zurück. Nokia hat mit dem neu gegründeten Unternehmen HMD eine Lizenzvereinbarung getroffen. Für die kommenden zehn Jahre soll das Unternehmen Tablets und Mobiltelefone herstellen. Dafür ist es bereit, die Rechte von Microsoft zurückzukaufen.

Windows kauft Handy-Geschäft von Nokia
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Microsoft hatte die Handysparte des finnischen Unternehmens 2014 für knapp 9,5 Milliarden Dollar gekauft und verzichtete auf die Marke Nokia. Ein Flop, wie sich später rausstellte: Der erhoffte Zuwachs im Smartphone-Markt blieb aus. Nokia selbst verschwand indes nicht, baute aber keine Handys mehr, sondern setzte auf Netzwerktechnik – zumindest bisher. Dabei hatte das finnische Unternehmen die Entwicklung der Mobiltelefonie geprägt.

Die ersten Mobiltelefone
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„Connecting people“ lautete der Slogan von Nokia. Und in der Tat hat das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen verbunden – früher mit den ersten, koffergroßen Telefonen für unterwegs, zwischendurch mit Bestsellern wie dem 5110, später mit den Lumia-Smartphones.

Mobira Senator
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1982 stellte Nokia sein erstes Mobiltelefon vor, das heute nicht besonders mobil wirkt: Das Modell Mobira Senator ließ sich mit einem Tragegriffs aus dem Auto heben. Zumindest wenn man kräftig zupackte, wog das Gerät doch knapp zehn Kilogramm. Nach wenigen Stunden musste es wieder aufgeladen werden. Damals war es indes eine Sensation.

Mobira Cityman
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Nokia arbeitete daran, seine Telefone zu schrumpfen. Ende der 1980er Jahre brachte das Unternehmen den Mobira Cityman heraus – hier in einer Aufnahme von 2010 in der Hand des damaligen Nokia-Chefs Olli-Pekka Kallasvuo. Dieses 800 Gramm schwere und 10.000 D-Mark teure Gerät hatte nur noch die Ausmaße eines großen Telefonhörers. Berühmtheit erlangte es, als Michail Gorbatschow damit während eines Deutschland-Besuches 1989 in Moskau anrief und sein Büro über die Wiedervereinigungspläne informierte.

MikroMikko
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Wenig bekannt: Nokia entwickelte bereits in den 1980er Jahren Computer, hier ein Gerät der vierten Generation. Anfang der 1990er Jahre verkaufte das Unternehmen die Sparte aber.

Nokia 1011
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Mit der Zeit wurden die Mobiltelefone immer kompakter – so auch das Nokia 1011, das Ende 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Besonderheit: Es war das erste massentaugliche Gerät, das mit dem Mobilfunkstandard GSM lief. In den Speicher passten 99 Telefonnummern.

Die nun zusätzlich vereinbarten Konditionen seien für die Finnen überraschend positiv, kommentierten die Analysten von Morgan Stanley. Nokia selbst rechnet ab dem dritten Quartal mit einem positiven Effekt auf die Nettoumsätze in seiner Lizenrechte-Sparte Nokia Technologies. Für das Gesamtjahr hob Nokia den Umsatzausblick für die Sparte an.

  • rtr
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