Aktie im Fokus
Pro Sieben Sat.1 – Ein Börsenmärchen

Wer Turnaround hört, dürfte zweifelsohne an Apple denken. Doch man muss nicht über den Atlantik schauen, um solche beeindruckenden Aktienstorys zu finden. Hierzulande heißte das Apple-Pendant Pro Sieben Sat.1.
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Es gibt sie noch, die Börsenwunder: Nicht nur an der Wall Street, wo Apple oder Priceline ihren Anteilseignern Wertsteigerungen von vielen tausend Prozent beschert haben, sondern auch am Frankfurter Aktienmarkt, wo Pro Sieben Sat.1 die fraglos bemerkenswerteste Turnaroundstory der vergangenen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hingelegt hat.

Bei sage und schreibe 88 Cent notierten die Anteilsscheine von Pro Sieben Sat.1 im Mai 2009. Wer sich in jenen Tagen die Aktie ins Portfolio gelegt und bis jetzt durchgehalten hat, blickt heute auf fast 35 Euro je Anteilsschein.

Die Anteilseigner Permira und KKR kauften allerdings zu früh. 2006 übernahmen sie vom ägyptischen Investor Haim Saban für seinerzeit stattliche drei Milliarden Euro die Mehrheit zu Kursen von 28 Euro und drückten dem Münchner Medienkonglomerat dann in bester Private Equity-Manier des viel gebrandmarkten „Heuschreckenkapitalismus“ erst mal eine milliardenschwere Schuldenlast auf.

Spektakulärer Turnaround seit 2009
Es folgte im Zuge der weltweiten Finanzkrise ein spektakulärer Absturz, der ProSiebenSat.1 zum Pennystock abstürzen ließ und an den Rand der Handlungsfähigkeit drückte – die Zinslast des Schuldenbergs überstieg zweitweise die Nettogewinne.

Doch dank des 2009 verpflichteten Konzernchefs Thomas Ebeling gelang die spektakuläre Wende, durch die Permira und KKR ihr Investment nicht nur wieder in den grünen Bereich steuerten, sondern auch die Schuldenlast von ProSiebenSat.1 durch den Verkauf des skandinavischen Senderportfolios und der TV-Aktivitäten in den Benelux-Staaten drücken konnte.

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Premira und KKR erwägen Ausstieg aus Pro Sieben Sat.1

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