Aktie im Fokus
ProSieben macht Verluste wett

Ein positiver Kommentar von Morgan Stanley hat Aktien von ProSiebenSat.1 am Freitag angeschoben. ProSieben gehöre zudem zu ihren Favoriten unter den Fernsehkonzernen, sagen die Analysten.
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HB FRANKFURT. Die Papiere der Fernsehgruppe setzten sich mit einem Plus von sieben Prozent auf 7,67 Euro an die Spitze der MDax-Gewinnerliste. Damit machten sie einen Großteil der Abachläge vom Donnerstag in Höhe von 9,4 Prozent wieder wett.

Die Analysten von Morgan Stanley hatten das Kursziel für die Aktien auf 12,50 von zwölf Euro angehoben und verwiesen in einer Kurzstudie auf eine "klare Verbesserung des Ausblicks". ProSieben gehöre zudem zu ihren Favoriten unter den Fernsehkonzernen.

Fürs dritte Quartal wies das hoch verschuldete Unternehmen am Donnerstag einen Umsatzrückgang um acht Prozent auf 559 Millionen Euro. Der Verlust weitete sich aus auf 12,7 (Vorjahreszeitraum: minus 10,7) Millionen Euro. Insbesondere im Ausland gingen die Erlöse mit TV-Werbespots zurück, während auf dem Heimatmarkt, der zwei Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, nur ein leichtes Minus verbucht wurde.

In der Gunst der Zuschauer hat der Sender aufgrund von Quotenerfolgen mit Entertainer Oliver Pocher, Champions-League-Fußball und neuen Folgen der "Desperate Housewives" zugelegt.

Der Zuschauer-Marktanteil der Sender ProSieben, Sat.1, N24 und Kabel Eins legte auf 30,5 (29,7) Prozent zu. Der große Rivale RTL kam mit seinen Schwesterstationen Vox, Super RTL und n-tv lediglich auf 27,7 Prozent. Die beiden Konzerne teilen den vier Milliarden Euro schweren deutschen TV-Werbemarkt weitgehend unter sich auf.

Die Münchner Sendergruppe gehört den beiden Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira. Sie hatten die Übernahme des TV-Konzerns SBS durch ProSiebenSat.1 eingefädelt und dafür eine hohe Verschuldung in Kauf genommen. Ende September betrug die Netto-Finanzverschuldung des TV-Konzerns 3,53 Milliarden Euro.

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