Aktie im Fokus
Q-Cells stürzt immer tiefer

Der Sturzflug der Q-Cells-Aktie nimmt kein Ende. Heute erreicht der Kurs einen neuen Tiefpunkt. Für die Aktionäre des einstigen Börsenlieblings besteht kaum Hoffnung auf Besserung.
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Das im TecDax notierte Solarunternehmen rutschte am Freitag um über acht Prozent auf 1,44 Euro ab - der tiefste Stand aller Zeiten. Händler verwiesen auf Nachwehen der Hauptversammlung vom Vortag. Angesichts eines schleppenden Geschäfts in Deutschland und fallender Preise sieht sich das Unternehmen weiterhin großen Unsicherheiten ausgesetzt. Wie ein Händler kommentierte, werde daraus am Markt bereits „die nächste Gewinnwarnung kreiert“.

Auf der gleichen Veranstaltung wies Q-Cells auch Spekulationen zu einer möglichen Übernahme zurück. „Es gibt keine solchen Gespräche mit anderen Unternehmen“, sagte Vorstandschef Nedim Cen in Leipzig. Er schloss aber eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen nicht aus. Die am Markt befindlichen Fantasien wurden zuletzt durch die Zukaufspläne des chinesische Photovoltaikkonzerns LDK Solar beflügelt. Dieser will das Geschäft einem Handelsblatt-Bericht zufolge vor allem in Deutschland ausbauen.

Aufgrund des schwierigen Geschäftsumfeldes blieb Cen den Anlegern weiterhin eine Prognose für 2011 schuldig. Zu den Zielen 2011 wolle er sich am 12. August bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal 2011 äußern.

Wie diese aussehen dürften, darüber sind sich die meisten Analysten einig: Entsprechend der meisten anderen Photovoltaikunternehmen habe Q-Cells enttäuschende Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Stefan Freudenreich in einer Studie. Aufgrund einer schwachen Nachfrage und massiv sinkender Verkaufspreise bei Solarzellen und Modulen dürfte auch das zweite Quartal schwach gelaufen sein. Die Zielsenkung reflektiere seine Skepsis, ob Q-Cells in diesem Segment langfristig Gewinne erwirtschaften kann. Er senkte sein Kursziel von 3,30 auf 1,80 Euro, beließ die Einstufung aber auf "Hold".

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  • Was für eine unqualifizierter Kommentar!
    1. Für die Erneuerbare Energien besteht das Umlageverfahren, das sindkeine Subventionen, das belastet noch nicht einmal den Steuerzahler, sondern entlastet ihn in Höhe von Euro 2 Mrd. (2010)!
    2. Die Grünen habe das EEG nicht erfunden, das wurden von einer CDU/FDP Regierung unter Helmut Kohl eingeführt, von einer SPD/Grünen Regierung weiter ausgebaut und nun unter einer CDU/FDP Regierung noch einmal angepasst.
    Versuchen Sie doch wenigstens ein wenig ihre parteipolitische Brille zu verlassen. Schwarz ist keine Farbe!
    3. Sie scheinen etwas gegen die Mechanismen der Marktwirtschaft zu haben, anders kann ich mir ihre Abneigung gegen einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb nicht verstehen. Es ist leider auch schade, dass 90% unserer Spielzeuge usw. auch bei der globalen Werkbank China hergestellt werden. Wo kommt eigentlich ihr Fernseher oder der PC her, den sie gerade benutzen? Und die Liste der Comodity Produkte, welche in Asien preiswerter hergestellt werden können, ist sehr lang. Das ist der Preis unseres Wohlstandes, oder meinen sie, dass sie besser dran wären, wenn ihr PC in Deutschland hergestellt wird und Euro 15.000,00 kostet?
    4. die Chinesen haben für Euro 0,5 Mrd. in den letzten zwei Jahren Maschinen in Deutschland gekauft. Der Deutsche Mittelstand schafft Arbeitsplätze und bezahlt Steuern hier in Deutschland. Ihre Autohersteller verlegen Arbeitsplätze ins Ausland und zahlen netto keine Steuern.

    Und ehrlich geschrieben, als Hotelier freue ich mich über die gegenwärtige Regierung, da will ich auch keine pluralistisch denkenden Grünen!
    Andrew Murphy

  • Eine Folge der unsinnig hohen Subventionen durch die Grünen, für die ein mit 170000 €/a subventionierter Arbeitsplatz in der PV-Industrie einen höheren Stellenwert hat als ein gewinnbringender in der Automobilindustrie.

    Während sich die deutschen Hersteller auf ihren Anfangserfolgen ausgeruht haben, haben die Chinesen die Chance genutzt, mit deutschen Subventionen ihre PV-Industrie aufzubauen.

    Ein grossartiger Erfolg für den zukünftigen Kanzler Trittin!

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