Aktie im Fokus
Q-Cells will noch höher hinaus

Q-Cells ist der größte Produzent von Solarzellen der Welt. Aber das reicht dem Unternehmen aus Bitterfeld nicht - es will noch weiter zulegen. Analysten sind begeistert und Anleger stürzen sich auf die Aktie.

FRANKFURT. Der Solarzellen-Weltmarktführer Q-Cells blickt optimistisch in die Zukunft und hebt seine Prognosen an. Im TecDax zählt Q-Cells heute mit einem Plus von zeitweise mehr als drei Prozent erneut zu den stärksten Werten. Eine ganze Reihe von positiven Analystenkommentaren treibt die Aktie an.

Merrill Lynch hat Q-Cells auf "Kaufen" hochgestuft, nachdem die Einschätzung vorher noch "Verkaufen" lautete. Das Kursziel erhöhte Merrill von 65 auf 80 Euro. Die umfangreiche Bestellung des US-Versorgers PG&E über Kapazitäten von 800 Megawatt sei für den gesamten Solar-Sektor ausgesprochen positiv, schreibt Analyst Matthew Yates in einer Branchenstudie. Die Order zeige, dass Versorger nun die Photovoltaik-Branche auf dem Radar haben. Zudem hätten die Solar-Unternehmen Q-Cells, SolarWorld und REC mit ihren Quartalszahlen auch positive Kommentare zum Ausblick gegeben. Für 2009 passte Yates daher seine Gewinnschätzungen für die drei genannten Werte nach oben an.

Die Analysten der WestLB änderten die Bewertung der Aktie von "Add" auf "Buy". "Die Strategie von Q-Cells ist exzellent", kommentiert Peter Wirtz von der WestLB. Insbesondere das Wachstum mit dem Bau neuer Produktionsstätten in Asien und Mexiko werde dafür sorgen, dass das Unternehmen seine Stellung ausbauen könne. Dies ist allerdings umso wichtiger, als bisher starke Solar-Märkte wie Spanien schwächeln. Auch bei der zukunftsträchtigen Dünnschicht-Technologie sorgen Probleme dafür, dass mit guten Erträgen wohl erst 2010 zu rechnen ist. "Das betrifft allerdings fast die gesamte Branche", sagt Wirtz.

Credit Suisse hob das Kursziel von 90 leicht auf 91 Euro. In ähnlichen Höhen hatte sich der Kurs bereits Mitte Mai befunden. Bei gegenwärtig knapp 60 Euro bedeutet das allerdings noch einiges an Kurspotenzial.

Am Mittwoch hatte das Bitterfelder Unternehmen mitgeteilt, die angepeilten Ergebnisse für 2008 übertreffen zu können. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 65 Prozent auf 580 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebit) um 47 Prozent auf 119 Millionen Euro. Die Erwartungen für das Gesamtjahr hob Q-Cells auf 1,33 Milliarden Euro Umsatz und 260 Millionen Euro Gewinn. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung", kommentierte Firmenchef Anton Milner.

Ein Großteil der diesjährigen Produktion sei bereits verkauft. Auch in den kommenden Jahren will Q-Cells weiter wachsen. Das Unternehmen peilt an, 2010 Solartechnik mit einer Leistung von 2,5 Gigawattpeak zu produzieren - das wäre mehr als viermal soviel wie in diesem Jahr.

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