Aktie im Fokus
SAP auf Wolke sieben

Die Aktie des Software-Unternehmens SAP musste seit Jahresbeginn Verluste hinnehmen, legte zuletzt aber kräftig zu. Lohnt sich jetzt noch der Einstieg? Anleger spekulieren auf die wundersame Auswirkung der „Cloud“.
  • 1

DüsseldorfDas Software-Unternehmen, das von Walldorf aus seinen Siegeszug um die Welt antrat, legte vergangene Woche die Quartalszahlen für das dritte Jahresviertel vor. Die Ergebnisse sind nicht berauschend, aber dennoch solide – und besser als von Analysten und Anlegern erwartet.

Das Unternehmen konnte den Umsatz auf 4,06 Milliarden Euro steigern. Insbesondere der Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr überraschte die Experten: Die Jahresziele wurden bestätigt und werden vermutlich im mittleren Bereich der gesetzten Spanne erfüllt. Zuvor erwartete man ein Ergebnis im unteren Bereich. Noch am Montag revidierten daraufhin viele Banken die Kursziele und Analysten präsentierten positive Studien.

So auch Goldman Sachs. Die US-Investmentbank rät nach den Quartalszahlen zum Kauf und hat ein Kursziel von 90 Euro angegeben, aktuell liegt SAP bei rund 58 Euro. Da scheint also noch viel Luft nach oben zu sein. In einer Studie vom Mittwoch schrieb Analyst Mohammed Moawalla, dass der Geschäftsbericht des Softwarekonzerns den Erwartungen entsprochen habe.

Die wesentlichen Kurstreiber seien weiter intakt, und zwar sowohl aus struktureller Sicht als auch mit Blick auf den Produktzyklus. Die Kunden in Nordamerika gingen weiterhin zu cloudbasierten Lösungen über, und das Geschäft in den Schwellenländern sei unverändert in jeder Beziehung stark und stabil.

Kommentare zu " Aktie im Fokus: SAP auf Wolke sieben"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • In der Tat bietet die NSA-Affaire deutschen und europäischen IT-Unternehmungen in Sachen cloud beste Chancen, den unsicheren amerikanischen Konkurrenten Marktanteile abzunehmen.

    Die amerikanische NSA-Politik scheint hervorragend geeignet, wie der Schuß ins berühmte eigene Knie ,den cloud-Markt zu Gunsten der Anbieter zu verschieben, die sich von der NSA und anderen Interessenten nicht in die Karten schauen zu lassen.

    Wenn Nachteile für ameranische Unternehmen zu verzeichnen sind, wird auch die US-Politik nicht umhinkommen, neue Justierungen ihrer Geheimdienstaktivitäten vorzunehem.
    Diese Neujustierungen müssen allerding snicht nur
    glaubhaft kommuniziert werden, was nicht ausreicht, sondern sie müssen auch nachprüfbar sein, wobei Letzteres bedeutend schwieriger sein dürfte.

    Das transatlantische "Vertrauensverhältnis" ist so nachhaltig gestört, da bedarf es schon Maßnahmen der besonderen Art außerhalb von Verbalismen und sog. Verträgen, um dieses Verhältnis wenigstens einigermaßen wieder zu reparieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%