Aktie im Fokus
Schlechte Zahlen – Hornbach-Aktie unter Druck

Die Baumarktkette Hornbach hat in den ersten neun Monaten einen Gewinneinbruch verbucht. Das kommt an der Börse natürlich gar nicht gut an. Die Aktie gehört zu den großen Verlierern. Im kommenden Jahr soll es aber wieder aufwärts gehen.
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HB FRANKFURT. Die Baumarktkette Hornbach hat in den ersten neun Monaten 2009/10 einen Gewinneinbruch verbucht. Der Überschuss sank um 17 Prozent auf 87 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatte Hornbach allerdings von Immobilienverkäufen profitiert. Darum bereinigt habe sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Zeitraum März bis November um 12 Prozent auf 153 Millionen Euro erhöht. "Damit hat die Hornbach-Gruppe die operative Ertragskraft im laufenden Geschäftsjahr trotz der konjunkturellen Unwägbarkeiten gesteigert", so das Unternehmen. Aktionäre reagierten dennoch enttäuscht. Die Aktie verlor knapp zwei Prozent und gehörte damit zu den größten Verlierern im SDax.

Hornbach leidet nach eigener Einschätzung wie der gesamte Einzelhandel darunter, dass Verbraucher aufgrund der staatlichen Abwrackprämien neue Autos gekauft hätten und nun weniger Geld für andere Waren übrig hätten. In der EU hätten die Einzelhandelsumsätze im September und Oktober um 2,2 und 0,9 Prozent nachgegeben. Hornbach habe sich aber von der Entwicklung abgekoppelt und flächenbereinigt 1,6 Prozent mehr verkauft, so das Unternehmen. Dabei profitierte Hornbach von starken Verkäufen auf dem deutschen Heimatmarkt und Westeuropa, während das in den vergangenen Jahren wachstumsstarke Osteuropageschäft einbrach. Insgesamt belief sich der Nettoumsatz in neun Monaten auf 2,3 Milliarden Euro.

Seine Prognose für das Geschäftsjahr 2009/10 bekräftigte das Unternehmen: Erwartet wird ein Umsatzanstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ebit solle auch im Gesamtjahr deutlich unter dem von Immobiliengewinnen begünstigten Niveau des Vorjahres liegen, aber voraussichtlich das des vorvergangenen Geschäftsjahres 2007/2008 übertreffen. Angesichts der hohen Liquidität im Konzern plant Hornbach bis zum Ende des Geschäftsjahres nur noch eine statt zwei Immobilien zu verkaufen und dann zurückzumieten.

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