Aktie im Fokus
Schokoladen-Anleger kriegen nicht genug

Lindt & Sprüngli, der Hersteller edler Schokolade, hat den Gewinn fast um ein Viertel gesteigert. Anlegern soll das Leben mit einer höheren Dividende versüßt werden. Doch das reicht nicht, die Aktie gibt nach.
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ZürichHöherer Umsatz, höherer Gewinn, höhere Dividende. Alles was ein Anlegerherz sich wünschen kann, erfüllte der Schweizer Edelschokoladehersteller Lindt & Sprüngli. Der Schweizer Konzern verdiente 2013 mit 303 Millionen Franken fast ein Viertel mehr als im Jahr davor. Die Dividende soll um 13 Prozent auf 650 Franken je Aktie und 65 Franken je Partizipationsschein erhöht werden.

Auch beim Umsatz konnte Lindt & Sprüngli zulegen: Nach Angaben von Mitte Januar stieg der Umsatz um acht Prozent auf 2,9 Milliarden Franken.

Trotzdem gibt die Aktie am Dienstag nach und verliert 0,6 Prozent auf 4.405 Schweizer Franken. Analysten hatten nämlich mit einem Gewinn von 306 Millionen Franken und einer Dividende von 653 Franken je Aktie gerechnet. Der Konzern verfehlte damit die Erwartungen leicht und wird nun von Anlegern abgestraft.

Dabei wurden Anleger von der Aktie in den vergangenen Monaten verwöhnt. Diese hat nämlich allein in den vergangenen drei Monaten mehr als zwölf Prozent zugelegt. Innerhalb eines Jahres ging es für die Aktie fast 30 Prozent nach oben.

Dass es für die Aktie seit Monaten so kräftig nach oben geht, ist allerdings nicht nur auf den Hunger nach Schokolade zurückzuführen. Das Unternehmen hatte nämlich im Oktober 2013 ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. So könnten die Aktionäre auch von der hohen Liquidität des Konzerns profitieren. Insgesamt sollen fünf Prozent der im Handelsregister eingetragenen Aktien zurückgekauft und mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Das freut natürlich Aktionäre und treibt den Kurs. Den heutigen Rückschlag dürfte die Aktie deshalb locker wegstecken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Walter Epp
Walter Epp
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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