Aktie im Fokus
Software AG enttäuscht die Börse

Die Erwartungen waren hoch. Doch die Software AG konnte sie nicht ganz erfüllen. Jetzt geht die Aktie auf Talfahrt.

HB FRANKFURT.Aktien der Software AG sind am Donnerstag nach Zahlen ans TecDax-Ende gestürzt. Die Titel sackten um 13,6 Prozent auf 49 Euro ab. Zeitgleich gab der technologielastige Index um 0,16 Prozent auf 564 Zähler nach. Der Konzern erzielte im ersten Quartal dank des starken Wartungsgeschäfts einen Umsatz- und Gewinnanstieg, verfehlte aber die Erwartungen leicht. Dennoch bekräftigte das Unternehmen die Jahresprognose eines Umsatzanstiegs zwischen 4 und 8 Prozent.

Ein Händler monierte, dass vor allem der Umsatz etwas besser hätte ausfallen können. Der Ausblick sei zwar gut, aber "kein Renner", so der Experte. Ein weiterer Börsianer wies ebenfalls darauf hin, dass die Zahlen schwächer als erwartet ausgefallen seien.

Thomas Becker, Analyst bei der Commerzbank, schrieb in einer ersten Einschätzung von einem "weichen Start" für den Konzern. Insgesamt sehe er aber keinen Grund, seine positive "Add"-Einstufung für die Aktie zu ändern. Der Konzern habe einen starken freien Cash-Flow generiert, hob der Analyst hervor. Beckers Kursziel lautet 55 Euro.

Ein weiterer Händler sagte, die Zahlen seien "unter Berücksichtigung der anhaltenden Wirtschaftskrise zufriedenstellend." Die starke Zunahme des Produktumsatzes sei ein Zeichen des robusten Geschäftsmodells und der breiten globalen Präsenz der Software AG, fügte der Börsianer hinzu.

Jonathan Crozier, Analyst bei der WestLB, sah die Zahlen indes wegen der schwachen Lizenzumsätze unter den Erwartungen. Seiner Meinung nach ist der Ausblick für das Gesamtjahr "sehr mutig". Gleichzeitig hätten das Wartungsgeschäft sowie der Cash Flow den defensiver Charakter des Unternehmens einmal mehr untermauert. Jene, die den Titel als Wachstumswert betrachten, sollten allerdings ihre Meinung besser noch einmal überdenken.

"Nach mehreren starken Quartalen hatte der Markt gehofft, die Software AG gehe unbeschadet durch die Krise", sagte Analyst Raimo Lenschow von Merrill Lynch. Das Quartalsergebnis sei schlechter als erwartet ausgefallen, so der Analyst in einer Studie. Hauptgrund seien die überraschend schwachen Lizenzumsätze. Vor diesem Hintergrund werde der Markt voraussichtlich die Wachstumsziele des Software-Hauses für das Gesamtjahr infrage stellen.

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