Aktie im Fokus
Thyssen-Aktie stürzt ab

Ein Analystenurteil drückt die Aktie von Thyssen Krupp tief ins Minus. Steigende Rohstoffpreise könnten das Unternehmen hart treffen, fürchtet Goldman Sachs. Die Anleger verkaufen die Papiere.
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FrankfurtAnleger trennen sich heute von Aktien der großen Stahlhersteller. Besonders hart trifft es die Papiere von Thyssen-Krupp. Mit einem Minus von rund drei Prozent auf 28,84 Euro fiel die zeitweise Aktie ans Ende des Dax. Noch Ende vergangenen Jahres lag die Aktie bei 32 Euro. Im laufenden Jahr erzielte die Aktie eine Rendite von Minus fünf Prozent, 2010 war sie zwischen Juli und Dezember allerdings um mehr als 60 Prozent in die Höhe geschossen.

Eine aktuelle Analyse von Goldman Sachs drückt auf die Stimmung. Die Investmentbank stufte die Aktie von "kaufen" auf "neutral" zurück und senkte das Kursziel drastisch. Statt bei 43 Euro sehen die Analysten die Aktie nur noch bei 30 Euro.

Thyssen-Papiere hätten nach den jüngsten Kursgewinnen kaum noch Luft nach oben, bemängelte Analyst Kartik Swaminathan. Thyssen sei zwar immer noch ein qualitativ guter Wert. Allerdings seien die Gründe der guten Entwicklung wie etwa die Stärke im Automobilzuliefergeschäft nach den Kursgewinnen der vergangenen sechs Monate eingepreist.

Skeptisch sehen die Analysten vor allem die gestiegenen Rohstoffpreise. Das Unternehmen dürfte die gestiegenen Kosten kaum eins zu eins auf die Kunden umlegen können. Die niedrigeren Margen dürften die Gewinne in Zukunft schmälern.

Die Analystenurteile für Thyssen aus der vergangenen Woche strotzten dagegen noch vor Optimismus. Die Commerzbank stufte die Aktie am 15. April noch als Kauf ein, das Kursziel sehen die Experten bei 45 Euro. Vor allem das Geschäft mit Ölsand, in dem Thyssen ein wichtiger Lieferant ist sorge für Optimismus. Cheuvreux hat nach Spekulationen über mögliche weitere Beteiligungsverkäufe am 13. April sogar ein Kursziel von 50 Euro gesetzt. Thyssen sei ein weiterhin ein Kauf. Er bleibe bei dem Votum, da die laufende Restrukturierung sowie die Erholung von Steel Americas ein hohes Kurspotenzial eröffneten.

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  • Letzte Woche meldete Goldmann Sachs noch fallende Rohstoffpreise. Na gut, die Zeiten ändern sich - 3 Tage sind auch eine lange Periode.

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